Nach Skandal bei Pressekonferenz : CNN verklagt Trump und weitere Mitarbeiter des Weißen Hauses

CNN ist einer der größten TV-Sender in Amerika.
CNN ist einer der größten TV-Sender in Amerika.

Der TV-Sender zieht Konsequenzen, nachdem einem seiner Reporter die Akkreditierung für das Weiße Haus entzogen wurde.

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13. November 2018, 17:29 Uhr

Washington | Mit dem Entzug der Akkreditierung für einen unliebsamen Journalisten haben das Weiße Haus und US-Präsident Donald Trump große Empörung ausgelöst. Jetzt hat CNN Konsequenzen gezogen.

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Der TV-Sender verklagt laut eigenen Angaben den US-Präsidenten sowie sechs weitere Mitarbeiter des Weißen Hauses: Stabschef John Kelly, Pressesprecherin Sarah Sanders, den stellvertretenden Stabschef für Kommunikation, Bill Shine, Geheimdienstdirektor Joseph Clancy und den Geheimdienstoffizier, der am vergangenen Mittwoch Acostas Akkreditierung mitgenommen hatte. Nicht nur der TV-Sender, auch Jim Acosta, der Reporter, der vom Weißen Haus rausgeschmissen wurde, sollen dem Bericht zufolge Kläger sein.

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CNN fordert die Rückgabe der Akkreditierung, die unter anderem auch den Zutritt Acostas zu Pressekonferenzen im Weißen Haus regelt. Die "unrechtmäßige" Suspendierung habe sowohl den Sender als auch Acosta in ihren Rechten auf Pressefreiheit und ein ordnungsgemäßes Verfahren verletzt, heißt es.

Das Weiße Haus wirft dem Journalisten vor, sich in Pressekonferenzen mehrfach "unangemessen" verhalten zu haben. Trump hatte sich am Mittwoch (Ortszeit) bei der Pressekonferenz zunächst ein Wortgefecht mit dem CNN-Reporter Acosta, geliefert. Wenige Stunden später erklärte Trumps Sprecherin Sanders, Acosta verliere "bis auf Weiteres" die Dauer-Akkreditierung fürs Weiße Haus. Acosta habe sich in der Konferenz am Mittwoch "physisch geweigert", das Mikrofon an eine Praktikantin des Weißen Hauses zurückzugeben, nachdem er zwei Fragen stellen durfte. Damit habe er wiederholt den ordentlichen Ablauf einer Pressekonferenz gestört, teilte Sarah Sanders, Sprecherin des Weißen Hauses, am Dienstag zur Begründung mit.

Ausschluss sei "unverhältnismäßig"

Die Korrespondentenvereinigung des Weißen Hauses unterstützt die Klage des Senders. In einer Stellungnahme bezeichnete sie den Ausschluss als unverhältnismäßig. "Der Präsident der Vereinigten Staaten sollte nicht in der Lage sein, willkürlich die Männer und Frauen auszuwählen, die über ihn berichten", erklärte Olivier Knox, Sprecher der Vereinigung.

Hintergrund ist die Weigerung Acostas, bei der Pressekonferenz einer Mitarbeiterin der Regierung das Mikrofon zurückzugeben, nachdem Trump gesagt hatte, es sei genug. Viele Journalisten in den USA sehen das als besorgniserregenden Angriff auf die Pressefreiheit.

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