Kampf gegen Müll in NRW : Neuer Bußgeldkatalog: 100 Euro Strafe für Zigarettenstummel auf Straße

In NRW wird das Wegwerfen von Zigarettenstummeln richtig teuer.
In NRW wird das Wegwerfen von Zigarettenstummeln richtig teuer.

Im Kampf gegen Müll auf der Straße dreht Nordrhein-Westfalen kräftig an der Bußgeldschraube.

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04. Juni 2019, 19:45 Uhr

Düsseldorf/Schwerin | 100 Euro für einen weggeworfenen Zigarettenstummel – das sieht der neue Bußgeldkatalog vor, den NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) am Dienstag in Düsseldorf veröffentlicht hat. "Der öffentliche Raum ist kein Mülleimer", sagte die Ministerin. Die oftmals acht- und rücksichtslose Müllentsorgung sei kein Kavaliersdelikt. Allein die Stadt Köln müsse jährlich 7,4 Millionen Euro ausgeben, um wilden Müll zu entfernen. Entlang der Fahrbahnen müssten pro Jahr 16.000 Tonnen Müll entfernt werden, was weitere rund sieben Millionen Euro koste. (Weiterlesen: 20 Euro pro Schachtel – Zigarettenpreise sollen drastisch steigen)

Für gedankenlose weggeworfenen Alltagsmüll – wie Zigarettenstummel, Einweg-Kaffeebecher und Burger-Verpackungen – wird den kommunalen Behörden empfohlen, 100 Euro Bußgeld zu kassieren; bislang lag die Empfehlung bei nur zehn bis 25 Euro. Bindend ist der Bußgeld- und Verwarnkatalog allerdings nicht.

In der Realität oft geringere Strafen

In vielen Städten im gesamten Bundesgebiet müssen Täter, die beim Wegwerfen erwischt werden, zehn Euro Verwarngeld zahlen – und die Kippe aufheben und richtig entsorgen. (Weiterlesen: 20 Cent pro Kippe – Pfandsystem für Zigarettenstummel gefordert)

"Jedes Kunststoffteil – ob Plastiktüte, Einwegbecher oder Bonbon-Papier –, das falsch entsorgt wird, gerät in die Umwelt, zerfällt dort in immer kleinere Teile und wird dann zu Mikroplastik", sagte Heinen-Esser. Die Entsorgungskosten belasteten alle. (Weiterlesen: Jeder Deutsche verbraucht pro Jahr 37 dünne Plastikbeutel)

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