Veraltete Flotte der Bundeswehr : Eurofighter und F-18 sollen deutsche Tornados ablösen

Die Tornado-Kampfflugzeuge der Bundesluftwaffe sind überaltert.
Die Tornado-Kampfflugzeuge der Bundesluftwaffe sind überaltert.

Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer will deutsche Tornados durch Eurofighter und F-18 ersetzen.

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21. April 2020, 17:30 Uhr

Berlin | Die Tornado-Flotte der Luftwaffe soll nach einem Vorschlag des Verteidigungsministeriums mit dem Eurofighter sowie F-18-Kampflugzeugen des US-Herstellers Boeing ersetzt werden. Das Ministerium von Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) informierte am Dienstag die zuständigen Obleute im Bundestag über das milliardenschwere Vorhaben. Das Schreiben lag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vor.

Beim Koalitionspartner SPD gab es bislang Vorbehalte gegen eine Entscheidung. Die Haltung von Kramp-Karrenbauer, die auf eine Entscheidung im ersten Quartal gedrängt und Gespräche geführt hatte, wurde in dem als Verschlusssache eingestuften Schreiben nun nicht ausdrücklich deutlich gemacht.

Eurofighter und F-18 als Tornado-Ersatz bei der Bundeswehr

Das Ministerium will demnach die Tornados mit bis zu 93 weiteren Eurofighter-Jets sowie 45 F-18-Kampflugzeugen ablösen. Das US-Modell soll dabei für den elektronischen Luftkampf sowie die "Nukleare Teilhabe" Deutschlands an US-Waffen beschafft werden. Das nukleare Abschreckungskonzept der Nato sieht vor, dass Verbündete im Kriegsfall Zugriff auf Atomwaffen der USA haben.

Die Bundeswehr verfügt aktuell über insgesamt 226 Kampfflugzeuge, darunter 141 Eurofighter vom europäischen Hersteller Airbus und 85 in der Nutzung stehende Tornado-Jets. Der vor bald 40 Jahren eingeführte Tornado ist für die Aufgaben Luftangriff, taktische Luftaufklärung und elektronische Kampfführung zum Einsatz vorgesehen – und die nukleare Abschreckung.

Zusätzliche Milliarden für Tornado-Betrieb

Im Flugbetrieb der Bundeswehr sind 83 Tornado-Maschinen, zehn weitere Flugzeuge werden für die Ausbildung am Boden sowie für wehrtechnische Tests genutzt. Deutschland gehört aber zu den letzten Nutzern dieses Flugzeugtyps. Der Betrieb droht deswegen bald zusätzliche Milliarden zu kosten, auch weil Ersatzteile zur Manufakturarbeit werden.

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