Besuch in Israel : Merkel verspricht entschiedenen Kampf gegen Antisemitismus

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in Israel. Foto: Ilia Yefimovich/dpa
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in Israel. Foto: Ilia Yefimovich/dpa

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) kündigt an, sich künftig auch mit den neuen Formen des Antisemitismus zu befassen.

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04. Oktober 2018, 18:19 Uhr

Jerusalem | Bei den jüngsten fremdenfeindlichen und rechtsextremistischen Ausschreitungen in Chemnitz war es auch zu Attacken auf ein jüdisches Restaurant gekommen. Merkel sagte bei ihrem Auftritt mit Netanjahu, man könne sich zwar über Erfahrungen bei der Bekämpfung des Antisemitismus austauschen. Vor dem Hintergrund des anstehenden 80. Jahrestages der Nazi-Pogrome gegen jüdisches Leben in Deutschland in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 betonte sie aber auch: "Es ist erstmal unser Problem, sich in Deutschland mit dem Antisemitismus zu beschäftigen."

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Merkel sagte angesichts einer Vielzahl von in Deutschland lebenden Menschen mit Migrationshintergrund, man habe den Kampf gegen den Antisemitismus auf der einen Seite mit jenen zu führen, die schon sehr lange im Land lebten. Man müsse sich aber in gleicher Weise mit den neuen Formen des Antisemitismus befassen.

Netanjahu sagte, neuer Antisemitismus etwa von radikalisierten Muslimen vermische sich mit dem klassischen Antisemitismus der Rechtsradikalen. Neben dem Antisemitismus entwickele sich ein Antizionismus, der sich gegen den jüdischen Staat richte. Antisemitismus heute zu bekämpfen heiße, nicht nur gegen Übergriffe gegen einzelne jüdische Mitbürger zu kämpfen, sondern "dass man sich wehrt gegen Angriffe auf den israelischen Staat".


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