Anhörung im US-Senat : Brett Kavanaugh zu Missbrauchsvorwürfen: "Kalkulierter Rufmord"

Brett Kavanaugh bei seiner Anhörung im Justizausschuss des US-Senats.
Brett Kavanaugh bei seiner Anhörung im Justizausschuss des US-Senats.

Der Supreme-Court-Kandidat Brett Kavanaugh weist Anschuldigungen, er habe Frauen sexuell missbraucht, erneut zurück.

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27. September 2018, 21:41 Uhr

Washington | Der Supreme-Court-Kandidat Brett Kavanaugh hat sich vor dem US-Senat in einer aggressiven und aufgebrachten Rede gegen die Missbrauchsvorwürfe der Psychologie-Professorin Christine Blasey Ford verteidigt.

Ford hatte ihre Anschuldigungen gegen den Richterkandidaten von US-Präsident Donald Trump zuvor in ihrer Befragung vor dem Justizausschuss bekräftigt und ihn unter Druck gesetzt. Sie ließ am Donnerstag keinen Zweifel daran, dass es Kavanaugh gewesen sei, der 1982 bei einer Schülerparty versucht habe, sie zu vergewaltigen. Sie sei sich zu "100 Prozent" sicher, sagte sie.

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Kavanaugh wies die Anschuldigungen in seiner wütenden Ansprache mehrfach zurück. Er sei unschuldig und habe niemals jemanden belästigt. Innerhalb von zehn Tagen seien seine Familie und sein Name wegen der Vorwürfe "vollständig und dauerhaft" zerstört worden. Kavanaugh wies sprach von einem "kalkulierten und orchestrierten" Rufmord. "Das ist ein Zirkus", sagte er. "Die Konsequenzen werden sich weit über meine Nominierung hinaus hinziehen."

Kavanaugh hält an Nominierung für Supreme Court fest

"Dieser Nominierungsprozess ist zu einer nationalen Schande verkommen", erklärte der Jurist. Er warf den oppositionellen Demokraten vor, eine politische Kampagne gegen ihn zu fahren. "Seit meiner Nominierung im Juli gab es eine Besessenheit auf Seiten der Linken, irgendetwas zu finden, um meine Bestätigung zu verhindern."

Er werde sich davon aber nicht einschüchtern lassen und an seiner Kandidatur für den Obersten US-Gerichtshof festhalten, erklärte Kavanaugh. "Sie mögen mich in der Endabstimmung besiegen, aber sie werden mich nie dazu bringen, aufzugeben." Während seiner fast einstündigen Ansprache wurde seine Stimme mehrfach laut; später kämpfte er wiederholt mit den Tränen.

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