Schrittweise zur Normalität : Bundesregierung: Noch kein Datum für Lockerungen der Corona-Regeln

Die nahezu menschenleere Einkaufsstraße in Düsseldorf – wie lange noch?
Die nahezu menschenleere Einkaufsstraße in Düsseldorf – wie lange noch?

Die Bundesregierung stellt eine schrittweise Lockerung in Aussicht. Es sei aber noch zu früh, um ein Datum zu nennen.

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06. April 2020, 15:14 Uhr

Berlin | Trotz der geplanten Lockerung der Maßnahmen gegen die Corona-Epidemie in Österreich hält die deutsche Bundesregierung an ihrer Linie fest, derzeit keine Stichtage für ein Zurückfahren der Beschränkungen zu nennen. Regierungssprecher Steffen Seibert bekräftigte am Montag die jüngsten Äußerungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), dass sie noch keinen solchen Stichtag nennen könne und dies in der jetzigen Situation auch unverantwortlich wäre.

Merkel dankt Bürgern für Verständnis und Regeltreue

Angela Merkel dankt den Bürgern für die weitgehende Einhaltung der Auflagen zur Eindämmung des Coronavirus. "Für dieses Verständnis, das es gibt, möchte ich mich bedanken, denn die Regeln werden ja doch von der überwiegenden Mehrzahl der Menschen eingehalten", sagt die CDU-Politikerin bei ihrem ersten öffentlichen Auftritt vor Journalisten nach dem Ende ihrer eigenen häuslichen Quarantäne. Die Einhaltung dieser "sehr, sehr harten Regeln" gerade auch beim aktuellen schönen Wetter leiste einen Beitrag, um Menschenleben zu retten und Pflegepersonal das Leben zu erleichtern, sagte Merkel.

Die Auflagen müssten schrittweise gelockert werden, stellt sie in Aussicht. Es sei aber noch zu früh, um ein Datum zu nennen. Der Gesundheitsschutz stehe im Vordergrund. Es gebe zwar den Wunsch nach einer Lockerung, aber die Diskussion würde sich in ihr Gegenteil verkehren, wenn Menschen wegen einer Überlastung des Gesundheitssystems stürben.

Video: Bundesregierung: Weiter kein Exit aus Corona-Maßnahmen

In Deutschland gelten zurzeit umfassende Kontaktsperren für die Bürger, außerdem sind unter anderem Restaurants, Theater, Kinos sowie Spielplätze und viele Geschäfte geschlossen. Zum Teil gehen die Beschränkungen in Österreich noch weiter.

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Merkel: Richtiger Umgang mit Alltagsmasken wichtig

Auf eine Frage nach der Nützlichkeit von Masken für die Bevölkerung verweist Merkel auf Experten, deren Meinung sich inzwischen zum Positiven wandle. Wichtig sei aber der richtige Umgang mit Stoffmasken: "Unsachgemäßer Umgang wäre noch fataler", sagt sie – also regelmäßiges Waschen, eine nicht zu lange Tragezeit, heißes Bügeln oder die Erwärmung im Backofen oder der Mikrowelle. "Dabei nie die Abstandsregeln vergessen", warnt sie. "Die Pflege dieser Masken ist dann auch ganz, ganz wichtig." Es könne sein, dass auch die Regierung für das Tragen werben werde, so weit sei es aber noch nicht.

In Deutschland sind bis zum Nachmittag mindestens 97.800 Infektionen registriert worden. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. Mindestens 1523 mit Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben.

Weiterlesen: "Corona-App" laut Kanzleramtschef Braun bald einsatzbereit

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