Landwirtschaft : Betäubungslose Ferkel-Kastration: Bundesrat lehnt Verschiebung ab

In Deutschland werden Millionen Ferkel wenige Tage nach der Geburt ohne eine Betäubung kastriert.
In Deutschland werden Millionen Ferkel wenige Tage nach der Geburt ohne eine Betäubung kastriert.

In der Länderkammer fanden Initiativen, die derzeitige Praxis noch länger zu ermöglichen, am Freitag keine Mehrheit.

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21. September 2018, 13:48 Uhr

Berlin | Der Bundesrat lehnt eine mögliche Verschiebung des Verbots der betäubungslosen Kastration von Ferkeln in der Landwirtschaft zum 1. Januar 2019 ab. In der Länderkammer fanden Initiativen, die derzeitige Praxis noch bis Ende 2020 oder sogar bis Ende 2023 zu ermöglichen, am Freitag keine Mehrheit. In Deutschland werden Millionen Ferkel wenige Tage nach der Geburt ohne eine Betäubung kastriert. Diese traditionelle Methode soll vermeiden, dass Fleisch von Jungebern einen strengen Geruch und Beigeschmack bekommt.

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Das Ende für die umstrittene Methode war mit der Reform des Tierschutzgesetzes 2013 beschlossen worden. Der Bauernverband hatte auch angesichts der ohnehin schwierigen wirtschaftlichen Lage vieler Schweinehalter dringend für eine Verschiebung geworben und verweist darauf, dass keine praktikablen Alternativverfahren zur Verfügung stünden. Tierschützer forderten, am Verbot ab 2019 festzuhalten.

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