Russland-Affäre : Bericht über FBI-Untersuchung gegen ihn: Trump reagiert wütend auf Twitter

US-Präsident Donald Trump (r.) und der russische Präsident Wladimir Putin.
US-Präsident Donald Trump (r.) und der russische Präsident Wladimir Putin.

Das FBI wollte offenbar herausfinden, ob der US-Präsident wissentlich oder unwissentlich für Russland arbeitete.

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12. Januar 2019, 14:16 Uhr

New York | US-Präsident Donald Trump hat wütend auf einen Bericht reagiert, wonach die Bundespolizei FBI nach der Entlassung ihres Chefs James Comey Untersuchungen gegen ihn aufgenommen hat. "Wow, ich habe gerade aus der scheiternden New York Times erfahren, dass die korrupten Ex-Führungskräfte des FBI (...) eine Untersuchung gegen mich eröffnet haben, ohne Grund und ohne Beweise, nachdem ich den lügnerischen James Comey gefeuert habe, ein totaler Filz!", schrieb Trump auf Twitter.

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Die "New York Times" hatte zuvor berichtet, das FBI habe nach der Entlassung Comeys im Mai 2017 untersucht, ob Trump wissentlich oder unwissentlich für Russland und gegen US-Interessen gearbeitet habe. Die Zeitung berief sich dabei auf frühere Mitarbeiter der Bundespolizei sowie namentlich nicht genannte Personen, die mit den Ermittlungen vertraut seien.

Große Sorge über das Verhalten Trumps

Die Sorge über das Verhalten Trumps sei in den Tagen nach Comeys Entlassung dermaßen groß gewesen, dass man diesen Schritt unternommen habe, hieß es in dem Bericht weiter. Ziel der Ermittlungen sei unter anderem gewesen, zu beurteilen, ob sein Handeln eine mögliche Bedrohung der nationalen Sicherheit dargestellt habe. Das hätten Experten der Spionageabwehr geprüft.

Ein weiterer Aspekt war demnach die Frage, ob die Entlassung Comeys eine Behinderung der Justiz dargestellt habe, heißt es. Dieser Punkt war bereits bekannt.

Die Entlassung Comeys hatte dazu geführt, dass das Justizministerium den Sonderermittler Robert Mueller einsetzte. Er übernahm die Untersuchung, ob es bei der mutmaßlich russischen Einflussnahme auf die US-Präsidentschaftswahl 2016 geheime Absprachen zwischen dem Trump-Lager und russischen Vertretern gab. Trump hat die Ermittlungen wiederholt als „Hexenjagd" bezeichnet. Der „New York Times", die für ihren Qualitätsjournalismus mehrfach mit Journalistenpreisen ausgezeichnet wurde, hat Trump wiederholt Falschberichterstattung vorgeworfen.

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