Online-Dialog zum Aktionsprogramm : Bericht: Umweltministerium will Insektenschutz mit 100 Millionen Euro fördern

Angesichts des grassierenden Insektensterbens wird die Bundesregierung aktiv.
Angesichts des grassierenden Insektensterbens wird die Bundesregierung aktiv.

Die Bundesregierung will mit einem Aktionsprogramm gegen das Insektensterben vorgehen. Bürger dürfen Ideen einbringen.

svz.de von
10. Oktober 2018, 07:47 Uhr

Berlin | Das Umweltministerium will laut einem Medienbericht den Insektenschutz in Deutschland und Europa mit 100 Millionen Euro fördern. Die eine Hälfte solle ab 2020 über ein gemeinsames Förderprogramm von Bund und Ländern verteilt werden, die andere solle der Bund tragen, berichten die Zeitungen der Funke-Mediengruppe unter Berufung auf den Entwurf für das "Aktionsprogramm Insektenschutz".

Von dem Geld sollten 25 Millionen Euro zusätzlich in Forschung und Monitoring fließen. Das Programm, das Ministerin Svenja Schulze (SPD) am Mittwoch in Berlin vorstellen will, bedarf noch der Zustimmung des Kabinetts.

Düngeverbote und Einschränkung der Glyphosatnutzung

Es basiert auf den Eckpunkten der Regierung zum Insektenschutz und enthält eine Reihe von Maßnahmen, mit denen das Ministerium dem Insektensterben entgegenwirken will. So solle die Düngung von Ackerstreifen, die an wichtige Insektenlebensräume grenzen, verboten werden, hieß es in dem Medienbericht. In ökologisch besonders schutzbedürftigen Bereichen wolle das Ministerium Pflanzenschutzmittel verbieten. Glyphosat solle nur noch zum Einsatz kommen, "wo und soweit dies absolut nicht anders geht".

"Das Insektensterben zu stoppen ist eine der zentralen politischen Aufgaben unserer Zeit", sagte Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) den Funke-Zeitungen. Wenn man dem nicht Einhalt gebiete, seien Landwirtschaft, Vogelwelt, Ökosysteme und Wirtschaft in Gefahr.

Online Pläne kommentieren

Das Ministerium ruft darüber hinaus Bürger zum Dialog auf. Von 10. Oktober bis 7. November können sie die Vorschläge online bewerten und kommentieren sowie eigene Ideen einbringen, wie das Insektensterben gebremst werden kann.

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