Dementi von Rücktrittsplänen : Seehofer bezeichnet Berichte über CSU-Vorsitz als "fette Ente"

Der CSU-Vorsitzende und Bundesinnenminister Horst Seehofer gilt als politisch angezählt.
Der CSU-Vorsitzende und Bundesinnenminister Horst Seehofer gilt als politisch angezählt.

Angeblich will CSU-Chef Seehofer sein Amt als Parteivorsitzender zur Verfügung stellen. Er selbst dementiert.

svz.de von
07. November 2018, 16:17 Uhr

Berlin | CSU-Chef Horst Seehofer will sich erst nach der Vereidigung des bayerischen Landeskabinetts am kommenden Montag zu seiner politischen Zukunft äußern. "Es bleibt bei dem von Horst Seehofer selbst angekündigten Fahrplan", sagte am Mittwoch sein Parteisprecher in München der Deutschen Presse-Agentur.

Er reagierte damit auf einen Bericht der Wochenzeitung "Zeit", wonach Seehofer bereits am Sonntag erklären wolle, dass er sein Amt als Parteivorsitzender zur Verfügung stellt. "Es gibt keinerlei Festlegungen", betonte der Sprecher. Gegenüber der "Welt" dementierte auch Seehofer selbst den Bericht. "Das ist eine fette Ente", sagte Seehofer der Zeitung.

Am vergangenen Sonntag hatte Seehofer erklärt, dass er erst die Bildung der neuen bayerischen Staatsregierung abwarten wolle, bevor er sich zu seinen eigenen Zukunftsplänen äußern werde. In der CSU steht Seehofer spätestens seit der Pleite der Partei bei der Landtagswahl in Bayern Mitte Oktober unter Druck.

"Merkels Männerfriedhof" entgangen

"Zeit Online" hatte im Wortlaut gemeldet: "Am kommenden Wochenende, wenn die engere CSU-Führung zusammenkommt, um über die Kandidaten für die Europawahl zu beraten, wird Horst Seehofer erklären, dass er sein Amt als Parteivorsitzender zur Verfügung stellt. So berichten es übereinstimmend mehrere Vertraute."

Der Rücktritt Angela Merkels von der CDU-Parteispitze habe seine Entscheidung wesentlich beeinflusst, hieß es. "Horst ist seitdem einfach wahnsinnig erleichtert, dass er nicht auch auf Merkels Männerfriedhof gelandet ist", sagt ein Vertrauter Seehofers der Zeitung.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen