Nach Entlassung durch Seehofer : Bericht: Frühere Bamf-Leiterin Jutta Cordt wechselt ins Innenministerium

Jutta Cordt soll sich offenbar demnächst um Digitalisierungsthemen kümmern. Foto: dpa/Kay Nietfeld
Jutta Cordt soll sich offenbar demnächst um Digitalisierungsthemen kümmern. Foto: dpa/Kay Nietfeld

Die frühere Bamf-Präsidentin soll einem Zeitungsbericht zufolge einen neuen Job in Horst Seehofers Ministerium bekommen.

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26. September 2018, 06:45 Uhr

Berlin | Die ehemalige Präsidentin des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (Bamf), Jutta Cordt, soll sich künftig im Bundesinnenministerium um Digitalisierungsthemen kümmern. Wie eine Sprecherin des Ministeriums am Mittwoch mitteilte, ist beabsichtigt, dass Cordt "im Rang einer Ministerialdirigentin Aufgaben im Bereich der Digitalisierung wahrnimmt". Laut "Bild"-Zeitung wird die 55-Jährige damit von der B9-Besoldung um drei Stufen auf die B6-Besoldung für Unterabteilungsleiter in Ministerien herabgestuft.

Cordt werde sich um die Koordination von Projekten zum Onlinezugangsgesetz kümmern, hieß es aus dem Ministerium. Das 2017 verabschiedete Gesetz soll dafür sorgen, dass Bürger und Unternehmen ihre Anliegen bei der Verwaltung leichter online erledigen können.

Innenminister Horst Seehofer (CSU) hatte Cordt im Juni auf dem Höhepunkt der Krise um das überlastete Bundesamt entlassen. Dabei spielte auch die Affäre um die Außenstelle in Bremen eine Rolle, wo in zahlreichen Fällen zu Unrecht Asyl gewährt worden sein soll. Zum neuen Chef der obersten Flüchtlingsbehörde machte Seehofer den Asylexperten aus dem bayerischen Innenministerium, Hans-Eckhard Sommer.

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