Bürgermeister will Lösung bei Polizeikosten-Streit : Bald wieder Länderspiele im Bremer Weserstadion?

Polizisten bei einem Heimspiel von Weder Bremen am Weserstadion. Foto: dpa/Jaspersen
Polizisten bei einem Heimspiel von Weder Bremen am Weserstadion. Foto: dpa/Jaspersen

Bremens neuer Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) strebt im Streit um die Mehrkosten von Polizeieinsätzen bei sogenannten Hochrisikospielen im Fußball eine bundesweite Lösung an.

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26. August 2019, 02:22 Uhr

Osnabrück | Bovenschulte sagte unserer Redaktion: „Unser Ziel ist ein Fonds, in den die Vereine der 1. und 2. Bundesliga ihren Beitrag für die Kosten von Hochrisikospiele einzahlen und der dann den Bundesländern das Geld erstattet.“ Für diese Lösung werde er bei den Regierungschefs der übrigen 15 Bundesländer und der Deutschen Fußball-Liga werben. Bovenschulte (Foto, Mitte) betonte: „Unser Weg ist vernünftig und im Sinne der Steuerzahler.“

Foto: imago images / Eckhard Stengel
Eckhard Stengel
Foto: imago images / Eckhard Stengel

Als erstes Bundesland hatte Bremen die Mehrkosten für Polizeieinsätze bei Hochrisikospielen von Bundesligist Werder Bremen in Rechnung gestellt. Das Bundesverwaltungsgericht hatte im März ein solches Vorgehen als grundsätzlich rechtmäßig eingestuft. Im konkreten Fall verwies es zur Entscheidung aber zurück an das Bremer Oberverwaltungsgericht.

Rechnung für Werder gegen den HSV

Das kleinste Bundesland hatte nach einem Hochrisikospiel des SV Werder gegen den Hamburger SV vor rund vier Jahren der Deutschen Fußball-Liga einen Gebührenbescheid über mehr als 400.000 Euro geschickt. Dagegen hatte die DFL geklagt und in erster Instanz vor dem Bremer Verwaltungsgericht gewonnen. Das Oberverwaltungsgericht in Bremen entschied danach im Sinne der Freien Hansestadt. Hier muss nun erneut geurteilt werden.

Die Vollstreckung der Kosten ist aber vorläufig ausgesetzt, bis eine bundesweite Lösung gefunden worden ist. Bovenschulte geht davon aus, dass auch der DFB einlenken wird. Der hatte im Zuge des Streits um die Polizeikosten vorläufig keine Länderspiele der Fußballnationalmannschaft mehr im Bremer Weser-Stadion angesetzt.

Bovenschulte: „Ich bin sehr optimistisch, dass sich die Vernunft auch beim Deutschen Fußball-Bund durchsetzen wird.“ Es werde Zeit, wieder zueinanderzufinden, „damit wir die Nationalmannschaft wieder im Weser-Stadion sehen.“

Foto: dpa/Carmen Jaspersen
Carmen Jaspersen
Foto: dpa/Carmen Jaspersen
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