"Fridays for Future"-Vertreterin : Klima-Aktivistin Neubauer hält "Verbot innerdeutscher Flüge für denkbar"

Luisa Neubauer bei einer 'Fridays for Future'-Demo im Januar in Berlin.
Luisa Neubauer bei einer "Fridays for Future"-Demo im Januar in Berlin.

Flugreisen sind eine große Belastung für die Umwelt. Trotzdem schämt sich Luisa Neubauer nicht fürs Fliegen.

von
19. Juli 2019, 10:20 Uhr

Hamburg | Um beim Kampf gegen den Klimawandel einen großen Schritt voranzukommen, schlägt Luisa Neubauer drastische Maßnahmen vor: Die deutsche Klima-Aktivistin hält ein Verbot innerdeutscher Flüge für denkbar. Die 23-Jährige trat zusammen mit dem Hamburger FDP-Fraktionsvorsitzenden Michael Kruse in einer Diskussion des Magazins "Stern" auf. Neubauer, selbst aus Hamburg, ist das deutsche Gesicht der "Fridays for Future"-Bewegung.

Weiterlesen: Umweltministerin Schulze will Fliegen teurer machen

Neubauer schämt sich nicht fürs Fliegen

Doch Neubauer sieht eine Bedingung für ein solches Verbot: den Ausbau der Deutschen Bahn. "Fliegen zu verbieten hat etwas sehr Absolutistisches", so Neubauer in dem Video der Diskussion. Die Angebote der Bahn müssten sich stark verbessern, damit man sagen könne "in zehn Jahren fliegen wir in Deutschland nicht mehr".

Sehen Sie hier die gesamte Diskussion im Video:

Sie selbst nutze hin und wieder das Flugzeug als Fortbewegungsmittel und schäme sich dafür auch nicht, sagte Neubauer. "Wenn ich fliege, dann mache ich das aus einer absoluten Notwendigkeit heraus – und dann hilft es mir gar nichts, mich dann schlecht zu fühlen dafür." Das Gespräch Neubauers mit Kruse ist Teil des neuen "Stern"-Formats "Stern-Diskuthek".

Weiterlesen: Klimafreundlich? Deutsche sind beim Reisen "nicht kompromissbereit"

(mit dpa)

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen