Weinflaschen mit Hitler-Etikett : AfD will Berliner Abgeordnete Jessica Bießmann ausschließen

Jessica Bießmann (AfD), Familienpolitische Sprecherin der AfD-Fraktion, spricht während der 27. Sitzung des Berliner Abgeordnetenhauses. Die Berliner AfD will die Abgeordnete Jessica Bießmann aus der Partei ausschließen. Foto: Gregor Fischer/dpa
Jessica Bießmann (AfD), Familienpolitische Sprecherin der AfD-Fraktion, spricht während der 27. Sitzung des Berliner Abgeordnetenhauses. Die Berliner AfD will die Abgeordnete Jessica Bießmann aus der Partei ausschließen. Foto: Gregor Fischer/dpa

Weil sie auf Fotos vor Weinflaschen mit Hiltler-Etikett posierte, muss Jessica Bießmann jetzt mit Konsequenzen rechnen.

von
17. Oktober 2018, 16:53 Uhr

Berlin | Die Berliner AfD will die Abgeordnete Jessica Bießmann aus der Partei ausschließen. Hintergrund sind offensichtlich kürzlich aufgetauchte Fotos, auf denen sie auf einem Küchentresen vor Weinflaschen mit Hitler-Etikett posiert. Der AfD-Landesvorstand habe einstimmig ein Parteiausschlussverfahren auf den Weg gebracht, erklärte ein Sprecher am Mittwoch auf dpa-Anfrage, nachdem mehrere Medien berichtet hatten. Zu den Gründen äußerte er sich nicht.

Weiterlesen: Warum auch Wolfgang Gedeon rausgeworfen werden soll

Bilder tauchten auf Twitter an

Die Fotos hatte Bießmann nach eigenen Angaben vor rund zehn Jahren in einem sozialen Netzwerk im Internet gepostet, vor kurzem tauchten sie durch einen Twitter-Nutzer wieder auf. Sie könnten für die Politikerin auch in der Abgeordnetenhausfraktion Konsequenzen nach sich ziehen. "Die Fraktion hat den Vorgang beraten und das Thema für die nächsten Sitzung am 6. November erneut auf die Tagesordnung gesetzt", sagte ein Sprecher. Details nannte er nicht. Denkbar ist ein Fraktionsausschluss, aber auch andere Sanktionen wie eine Rüge.

Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen relevanten Inhalt einer externen Plattform, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich einfach mit einem Klick anzeigen lassen und auch wieder ausblenden.

 Externen Inhalt laden

Mit Aktivierung der Checkbox erklären Sie sich damit einverstanden, dass Inhalte eines externen Anbieters geladen werden. Dabei können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Weitere Informationen finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen

Bießmann: "Habe Flaschen nicht bemerkt"

"Die jetzt bekannt gewordenen Fotos vor einem Regal mit Hitler-Wein sind inakzeptabel", erklärte AfD-Partei- und Fraktionschef Georg Pazderski. "So etwas geht nicht." Die 37-Jährige selbst sagte den Zeitungen "Bild" und "B.Z.": "Ich bedauere, dass es diese Fotos gibt." Sie seien vor zehn Jahren in der Wohnung eines damaligen Freundes entstanden. Sie habe die Weinflaschen im Hintergrund nicht bemerkt.

Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen relevanten Inhalt einer externen Plattform, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich einfach mit einem Klick anzeigen lassen und auch wieder ausblenden.

 Externen Inhalt laden

Mit Aktivierung der Checkbox erklären Sie sich damit einverstanden, dass Inhalte eines externen Anbieters geladen werden. Dabei können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Weitere Informationen finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen


Weinflaschen mit dem Konterfei Hitlers und Nazi-Slogans auf dem Etikett werden etwa in Italien frei gehandelt und von dort auch nach Deutschland versandt. Hierzulande ist der gewerbliche Handel derartiger Produkte ebenso verboten wie das Verbreiten und öffentliche Verwenden von Kennzeichen einer Nazi-Organisation.


zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen