AfD-Spendenaffäre : Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Alice Weidel

AfD-Fraktionsvorsitzende Alice Weidel.
AfD-Fraktionsvorsitzende Alice Weidel.

Die Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen gegen Alice Weidel in der AfD-Spendenaffäre eingeleitet.

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20. November 2018, 17:09 Uhr

Stuttgart | Nach dubiosen Wahlkampfspenden aus dem Ausland an die AfD ermittelt die Staatsanwaltschaft Konstanz nun offiziell gegen Bundestags-Fraktionschefin Alice Weidel. Man habe das Ermittlungsverfahren wegen des Anfangsverdachts eines Verstoßes gegen das Parteiengesetz auf Weidel erstreckt, teilte die Staatsanwaltschaft am Dienstagabend mit.

Ermittlungen gegen drei weitere AfD-Mitglieder

Das Ermittlungsverfahren richte sich nun gegen insgesamt vier Personen – gegen Weidel und bereits seit vergangener Woche gegen drei Mitglieder ihres AfD-Kreisverbandes Bodenseekreis.

Wegen der Immunität der Abgeordneten Weidel hatte die Staatsanwaltschaft ein Schreiben an den Bundestag senden und auf Ablauf einer 48-stündigen Frist warten müssen.

Die AfD hatte bestätigt, dass im vergangenen Jahr rund 130.000 Euro von einer Schweizer Pharmafirma an den AfD-Kreisverband Bodensee überwiesen wurden. Als Verwendungszweck sei angegeben gewesen: "Wahlkampfspende Alice Weidel". Das Geld wurde den Angaben zufolge in diesem Frühjahr zurückgezahlt. Spenden von Nicht-EU-Bürgern an deutsche Parteien sind illegal.

Weiterlesen: Alice Weidel: "Vorwürfe entbehren jeder Grundlage"

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