Medienbericht über Hintergründe : AfD stellt Pressesprecher frei – Selbst als "Faschist" bezeichnet?

Der ehemalige AfD-Pressesprecher Christian Lüth (rechts) und der AfD-Fraktionsvorsitzende Alexander Gauland.
Der ehemalige AfD-Pressesprecher Christian Lüth (rechts) und der AfD-Fraktionsvorsitzende Alexander Gauland.

Die AfD-Bundestagsfraktion hat ihren Pressesprecher freigestellt – offenbar wegen rechtsradikaler Äußerungen.

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26. April 2020, 18:49 Uhr

Berlin | Das teilte der Partei- und stellvertretende Fraktionsvorsitzende Tino Chrupalla am Sonntag auf Anfrage mit. Die Fraktionschefs Alice Weidel und Alexander Gauland hätten dies am Samstag dem Fraktionsvorstand mitgeteilt. Gründe nannte Chrupalla nicht.

Weiterlesen: Sonntagstrend – AfD sinkt auf niedrigsten Wert seit Bundestagswahl

Zuerst hatte "Zeit Online" darüber berichtet. Nach deren Informationen soll sich Lüth, der auch mehrere Jahre Parteisprecher war, selbst als "Faschist" bezeichnet und mit Bezug auf seinen Großvater von seiner "arischen" Abstammung gesprochen haben. Wolfgang Lüth war Korvettenkapitän und hatte im Zweiten Weltkrieg als U-Boot-Kommandant der Kriegsmarine gekämpft.

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Die AfD hatte dem Bericht zufolge über Wochen eine "arbeitsrechtliche Prüfung" vorgenommen, die nun zur Freistellung von Lüth führte. Der 43-jährige arbeitete den Angaben zufolge seit 2013 für die AfD. Nach dem Einzug der Partei in den Bundestag 2017 wurde er dann Pressesprecher der Fraktion.

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