Raumfahrtprogramm : Äthiopien bringt seinen ersten Satelliten ins All

Insgesamt wurden bislang 41 afrikanische Satelliten ins All gebracht.
Insgesamt wurden bislang 41 afrikanische Satelliten ins All gebracht.

Damit ist Äthiopien das elfte afrikanische Land im All. Den Großteil der Kosten soll China übernommen haben.

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20. Dezember 2019, 12:01 Uhr

Addis Abeba | Äthiopien hat seinen ersten Satelliten ins All gebracht. Der Satellit ETRSS startete am Freitag von einem Weltraumbahnhof in China, zahlreiche Vertreter Äthiopiens und Chinas verfolgten die Live-Übertragung des Ereignisses vom Entoto-Observatorium und -Forschungszentrum in einem Vorort der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba. Aus dem äthiopischen Raumfahrtprogramm verlautete, den Großteil der Kosten in Höhe von acht Millionen Dollar (7,2 Millionen Euro) habe China übernommen.

"Das wird die Grundlage für unseren historischen Weg zu Wohlstand", sagte Vize-Regierungschef Demeke Mekonnen in einer Rede. "Diese technologische Infrastruktur ist wichtig, auch wenn sie verspätet kommt." ETRSS soll genauere Daten zu den Ressourcen in Äthiopien für Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Bergbau liefern und ein schnelleres Reagieren auf Überschwemmungen und andere Naturkatastrophen ermöglichen.

"Das beste Jahr der afrikanischen Raumfahrtindustrie"

Mit dem Start ist Äthiopien das elfte afrikanische Land, das einen Satelliten ins All bringt. Nach Angaben der in Nigeria ansässigen Analysefirma Space in Africa, die afrikanische Raumfahrtprogramme beobachtet, war es der achte Start eines afrikanischen Satelliten in diesem Jahr. "Wir können sagen, dass 2019 so ziemlich das beste Jahr in der Geschichte der afrikanischen Raumfahrtindustrie ist", sagte Space-in-Africa-Leiter Temidayo Oniosun der Nachrichtenagentur AFP.

Insgesamt wurden demnach bislang 41 afrikanische Satelliten ins All gebracht - 38 von einzelnen Ländern und drei in Zusammenarbeit zwischen mehreren Staaten. Allerdings erfolgte keiner der Starts von afrikanischem Boden.

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