Gipfeltreffen in Osaka : Abseits der G20-Gespräche: Fünf denkwürdige Momente

Zwischen Gruppenfoto und Kulturveranstaltung geht es auch mal geselliger zu beim G20-Gipfel in Japan.
Zwischen Gruppenfoto und Kulturveranstaltung geht es auch mal geselliger zu beim G20-Gipfel in Japan.

Unter dem Eindruck wachsender Spannungen hat am Freitag der G20-Gipfel begonnen. Was vom ersten Tag hängen blieb.

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28. Juni 2019, 16:10 Uhr

Osaka | Mit großen Durchbrüchen in politischen Streitfragen rechnet kaum einer der Teilnehmer beim G20-Gipfel in Japan. Dort treffen sich die Staats- und Regierungschefs der 19 großen Industrie- und Schwellenländer sowie den EU-Spitzen zu ihren jährlichen Gesprächen. Am ersten Tag gab es einige bemerkenswerte Momente – teils auch abseits des Politischen:

Die doppelte Merkel-Raute

Die Kanzlerinnen-Raute ist legendär: Angela Merkel faltet die Hände seit Jahren in ihrer typischen Form, wenn sie öffentlich auftritt. Am Freitag fand sie beim G20-Gipfel im japanischen Osaka einen Bruder im Geiste: Beim bilateralen Treffen mit US-Präsident Donald Trump tat es ihr der Amerikaner gleich. Es fand sich jedoch nicht auf Anhieb ein Psychologe, der in die von beiden gezeigten Geste weitere Gemeinsamkeiten hineinlesen wollte – Merkel und Trump wird ein Verhältnis wie Katz und Maus nachgesagt.

Die doppelte Raute. Foto: dpa/Bernd von Jutrczenka
Die doppelte Raute. Foto: dpa/Bernd von Jutrczenka

Der Dreier-Fistbump

Wer schüttelt wem die Hand, wem zuerst und wie lange? US-Präsident Donald Trump wollte sich diesem Medien-Spielchen bei seinem Dreier-Treffen mit Gipfel-Gastgeber Shinzo Abe (Japan) und dem indischen Premierminister Narendra Modi allzugern entziehen. Beim Fototermin posierten die drei Staatsmänner mit einem Dreier-Fistbump – sie stießen die Fäuste gegeneinander, wie das etwa in den USA Sportler zur Begrüßung gerne tun.

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Umstrittener Saudi in der ersten Reihe

Ein UN-Sonderbericht hält ihn für einen potenziellen Mitwisser des Auftragsmordes an dem Journalisten Jamal Khashoggi – beim G20-Gipfel steht er in der ersten Reihe: Saudi-Arabiens Kronprinz Mohammed bin Salman. Das Gipfel-Protokoll reihte den Saudi neben US-Präsident Donald Trump und dem japanischen Gastgeber Shinzo Abe ein. Es handelte sich aber nicht um eine besondere Wertschätzung des umstrittenen Prinzen, sondern um eine protokollarische Notwendigkeit: Als Gastgeber des G20-Gipfels 2020 steht ihm der Platz neben Abe zu. Trump schüttelte ihm selbst dann noch fotofreundlich die Hand, als andere Staats- und Regierungschefs schon freundlich in die Kameras winkten.

Kronprinz Mohammaed bin Salman (in Weiß) gebührt aus protekollarischen Gründen der Platz neben Gstgeber Shinzo Abe (rechts). Mit US-Präsident Donald Trump (links) schüttelte er noch rasch Hände. Foto: AFP/Brendan Smialowski
Kronprinz Mohammaed bin Salman (in Weiß) gebührt aus protekollarischen Gründen der Platz neben Gstgeber Shinzo Abe (rechts). Mit US-Präsident Donald Trump (links) schüttelte er noch rasch Hände. Foto: AFP/Brendan Smialowski

Koi-Karpfen für die Partner

Die Staats- und Regierungschefs quälen sich mit den Problemen der Welt. Die First Ladys und First Gentlemen haben es traditionell bei Gipfeln leichter. Diesmal durften sie sich nach einer Rikscha-Fahrt der japanischen Tradition folgend an einem Teich vor einem Tempel den berühmten Koi-Karpfen widmen. Bilder zeigten die Gatten, Gattinnen und Partner, wie sie den Fischen Futter zuwerfen. Philip May, Gatte von Großbritanniens scheidender Premierministerin Theresa May, schien im Gegensatz zum Rest der Reisegruppe sichtlich gelangweilt.

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Trump, der Oberlehrer

Die Wahleinmischung Russlands ist in den USA noch immer ein großes Thema – vor allem bei politischen Gegnern von Donald Trump. Der Präsident wurde von einem Reporter angesprochen, ob er Wladimir Putin bei ihrem gemeinsamen Treffen auch sagen werde, dass sich der Kremlchef nicht in die US-Wahlen einzumischen habe. Trump beugte sich zu Putin und sagte: "Mische Dich nicht in unsere Wahlen ein" – ein Lächeln glitt dabei über Trumps Gesicht. Die Aktion war allerdings nicht ganz ernst gemeint.

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Weiterlesen: Wie meistert Merkel das Treffen nach dem erneuten Zitteranfall?

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