44.000 in Berufsausbildung : Immer mehr Asylbewerber fassen Fuß auf Arbeitsmarkt

In der Firma Reuther STC GmbH in Fürstenwalde (Brandenburg) arbeitet der 26-jährige Asylbewerber Hamza Ahmed (r) aus Somalia mit dem Schweißer Andre Hild zusammen.
In der Firma Reuther STC GmbH in Fürstenwalde (Brandenburg) arbeitet der 26-jährige Asylbewerber Hamza Ahmed (r) aus Somalia mit dem Schweißer Andre Hild zusammen.

Asylbewerber in Deutschland finden nach Angaben des Instituts für Arbeitsmarktforschung (IAB) zunehmend Beschäftigung.

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30. Juli 2019, 06:29 Uhr

Berlin | Asylbewerber in Deutschland finden nach Angaben des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zunehmend Arbeit. "Unter den seit 2015 aus den acht wichtigen Asylherkunftsländern Syrien, Afghanistan, Irak, Eritrea, Pakistan, Nigeria, Somalia, Iran zu uns gekommenen Erwerbsfähigen gehen etwa 35 Prozent einer Beschäftigung nach", sagte der kommissarische IAB-Direktor Ulrich Walwei der "Welt" (Dienstag). "Das sind ungefähr 400.000 Personen, mit steigender Tendenz."

Nur Wenige in Ausbildung

Allerdings machen von den rund 1,2 Millionen Migranten aus diesen wichtigen Herkunftsländern den Angaben zufolge nur 44.000 Personen aktuell eine Berufsausbildung. "Insgesamt ist die Ausbildungsneigung der Flüchtlinge noch steigerungsfähig", sagte Walwei. Man dürfe allerdings auch nicht vergessen, wie anspruchsvoll eine Ausbildung häufig sei. Deswegen sei hier noch bessere Unterstützung und Ausbildungsbegleitung nötig.

Meist einfache Jobs

Unter den 400.000 Asylzuwanderern, die eine Beschäftigung gefunden hätten, gingen nahezu die Hälfte einer Helfertätigkeit nach, sagte Walwei. Vier Branchen seien besonders wichtig für die Arbeitsmarktintegration: "Sehr viele sind über Zeitarbeitsunternehmen angestellt, die generell eine wichtige Rolle für den Einstieg für Zuwanderer in den Arbeitsmarkt spielen. Dabei geht es meist um einfache Tätigkeiten in der Produktion. Zweitens sind die sogenannten wirtschaftlichen Dienstleistungen außerhalb der Zeitarbeit wichtig, das ist oft das Reinigungsgewerbe. Zudem sind die Gastronomie und die Landwirtschaft wichtig."

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