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Fährunglück : 200 Flüchtlinge aus dem Sudan im Nil ertrunken

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

svz.de von
erstellt am 15.Jan.2014 | 00:34 Uhr

Bei einem Fährunglück auf dem Nil im Südsudan sind nach Militärangaben mehr als 200 Flüchtlinge ertrunken. Sie waren am Sonntag auf der Flucht vor Kämpfen in der Stadt Malakal, als ihr überladenes Boot kenterte. Unter den Opfern waren Frauen und Kinder.

Malakal gilt als Pforte zu den Ölfeldern in der Region Oberer Nil und ist seit Tagen umkämpft. Auf das UN-Gelände in Malakal haben sich mehr als 9000 Menschen geflüchtet. Tausende versuchten über den Nil zu entkommen.

Nach eigenen Angaben haben die Rebellen unter Führung von Ex-Vizepräsident Riek Machar gestern Malakal zurückerobert. Die Truppen des Präsidenten Salva Kiir seien in die Flucht geschlagen worden, sagte der Militärsprecher der Rebellen, General Lul Ruai Koang, in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba.

Die Streitkräfte und die Rebellen kämpfen seit Mitte Dezember um die Vorherrschaft in der Hauptstadt der ölreichen Region Oberer Nil. Eine Bestätigung der Armee für die Angaben gab es zunächst nicht. „Die Kontrolle über Malakal gibt uns nun Zugang zu den Ölfeldern in der Region“, erklärte Koang. Zwei ranghohe Befehlshaber von Kiirs Streitkräften seien zudem in die Hauptstadt Juba geflohen.

Unterdessen kommen die Friedensgespräche zwischen Regierung und Rebellen in Äthiopien kaum voran. Laut Uno-Angaben sind seit Beginn des Konflikts 355 000 Menschen geflohen. Mehr als 1000 wurden getötet. Es droht eine Hungersnot.

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