Hubschrauber-Kollision in Argentinien : Zehn Tote bei Dreharbeiten für Reality-Show „Dropped“

Bei Dreharbeiten für die französische Reality-Show starb auch die erst 25-jährige Olympia-Siegerin von 2012, Camille Muffat.

von
10. März 2015, 10:28 Uhr

Zehn Menschen sind bei der Kollision von zwei Hubschraubern in der Luft im Norden Argentiniens ums Leben gekommen. Die beiden Helikopter stießen am Montagnachmittag nach Medienberichten bei gutem Wetter in der Nähe von Villa Castelli zusammen. Der Ort liegt in der Provinz La Rioja, 1100 Kilometer nordwestlich von Buenos Aires.

Acht der Opfer seien Franzosen, berichtete die Zeitung „Nueva Rioja“ unter Berufung auf die Behörden. Darunter ist auch die französische Schwimm-Olympiasiegerin Camille Muffat. Die 25-Jährige gewann bei den Olympischen Spielen in London 2012 Gold über 400 Meter Freistil. Auch der Boxer und Bronzemedaillegewinner von Olympia 2008 in Peking, Alexis Vastine, und Seglerin Florence Arthaud kamen bei dem Unfall ums Leben. Die verstorbenen Sportler waren Teilnehmer der Reality-Show „Dropped“. Auch die beiden argentinischen Piloten und ein französisches Fernseh-Team starben bei dem Unglück.

Die beiden Maschinen waren nur 400 Meter entfernt vom Startpunkt kollidiert und zu Boden gestürzt. Es gab keine Überlebenden. Die Aufnahmen der Survival-Reality-Show hatten im September 2014 in La Rioja begonnen und standen sich kurz vor ihrem Abschluss. Der ehemalige Stürmer der französischen Nationalmannschaft, Sylvian Wiltord, trauerte bei Twitter um seine Mitstreiter. Er war zuvor ausgeschieden und bereits nach Frankreich zurückgekehrt.

„Ich bin traurig über den Tod meiner Freunde, ich zittere, ich bin entsetzt, ich habe keine Worte, ich kann nichts sagen,“ schrieb er.

Der internationale Schwimmsport trauert um Muffat. „Das sind niederschmetternde Neuigkeiten, ein Leben wurde viel zu früh genommen“, twitterte die amerikanische Lagen-Olympiasiegerin Jessica Hardy.

Ihre Teamkollegin, die viermalige Olympiasiegerin Janet Evans würdigte Muffat als „unglaubliche Athletin und Inspiration für uns alle“.

Auch Ungarns Lagen-Weltmeisterin Katinka Hosszu äußerte sich erschüttert: „Ich kann es nicht glauben.“

„Camille war eher schüchtern, aber wenn es etwas zu lachen gab, war sie immer dabei“, sagte Freistilstaffel-Olympiasieger Amaury Leveaux über seine Teamkollegin. Muffat hatte ihre Karriere im vergangenen Jahr überraschend beendet.

Frankreichs Präsident François Hollande hat erschüttert auf das Unglück reagiert. Der plötzliche Tod sei ungeheuer traurig, hieß es in einer vom Élysée-Palast am Dienstag herausgegebenen Erklärung Hollandes. Der Staatschef sicherte den Angehörigen der Opfer seine Unterstützung zu.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen