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RescueDays in Schwarzenbek : Wo Autos vom Himmel fallen

vom
Aus der Onlineredaktion

120 Wagen werden für Rettungsübungen deformiert

Frontalzusammenstoß zweier Autos, ein Wagen unter einem Lkw-Auflieger, ein Auto seitlich am Baum: Auf einem Schulgelände in Schwarzenbek (Kreis Herzogtum Lauenburg) jagt zurzeit ein Schreckensszenario das nächste – zum Glück nur zu Übungszwecken. 24 Trainingsstationen wurden dort für die RescueDays vorbereitet, die gestern begannen und noch heute und morgen stattfinden. 800 Feuerwehrleute aus allen Kontinenten der Welt werden dort mit 100 Ausbildern moderne Rettungstechniken trainieren. „Die Aufregung steigt von Tag zu Tag, aber ich bin guter Dinge, dass wir hier eine großartige Aktion auf die Beine stellen“, sagte gestern Schwarzenbeks Feuerwehrchef, Thorsten Bettin.

Die Feuerwehr Schwarzenbek richtet die RescueDays der Firma Weber aus. Das Unternehmen im baden-würrtembergischen Güglingen ist auf die Entwicklung und den Vertrieb hydraulischer Rettungsgeräte, wie sie nach Verkehrsunfällen zum Einsatz kommen, spezialisiert. 120 Schrottautos, zahlreiche Transporter, Busse und Laster sowie sogar 30 so genannte Nullserienfahrzeuge neuester Produktion – unter anderem von VW, Mercedes und Opel – werden von den Teilnehmern an den drei Tagen zerlegt. „Die Vorbereitungen laufen sehr gut, wir liegen voll im Plan und freuen uns auf spannende Tage hier in Schwarzenbek“, sagte Luciana Wennes-Bromm, die das Spektakel aufseiten Webers leitet.

Nach dem Aufschlag: Das Auto ist komplett deformiert und steht von morgen an übenden Feuerwehrleuten aus aller Welt zur Verfügung.
Nach dem Aufschlag: Das Auto ist komplett deformiert und steht von morgen an übenden Feuerwehrleuten aus aller Welt zur Verfügung. Foto: Jann
 

Bereits seit Montag sind die Feuerwehrleute und Mitarbeiter der Firma mit dem Aufbau beschäftigt. Gestern wurden mehrere Autos aus 30 Metern Höhe von einem Telekran aus auf den Boden fallen gelassen. So wurde ein Frontalaufprall mit etwa 70 Stundenkilometern simuliert. Andere Autos wurden mit Hilfe eines Baggers deformiert, um realistische Ausgangssituationen herzustellen. In den verformten Autos sitzen Dummys, die die Teilnehmer „retten“ müssen.

„Besonders interessant für die Teilnehmer der RescueDays sind auch die Einheiten mit den internationalen Ausbildern, die manchmal ganz andere Ansätze wählen, als sie bei uns in Deutschland verbreitet sind“, sagt Bettin. An einer Station schult ein Amerikaner den Einsatz einer speziellen Handkreissäge, um ein Autodach aufzuschneiden. Bettin: „Wir profitieren dabei für unsere Einsatzkräfte von dieser intensiven Ausbildung, weil wir an allen Übungsstationen Helfer vor Ort haben.“

Die offiziellen Teilnehmer zahlen derweil bis zu 800 Euro für das Seminar – bekommen aber auch ein außergewöhnliches Training geboten. Das Interesse ist groß, alle Plätze waren in Rekordzeit ausgebucht. „Wir haben so viele internationale Feuerwehrleute wie noch nie bei den RescueDays zu Gast“, berichtete Bettin. Versorgt werden die Retter und Ausbilder vom DRK. Allein gestern wurden 1700 Frikadellen geliefert.


Öffentlicher Zuschauertag am Sonntag, 22. Oktober, von 11 bis 17 Uhr
Navigation: Buschkoppel, 21493 Schwarzenbek
Eintritt frei

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