Duisburg : Weltrekord auf Sand gebaut

Mit der höchsten Sandburg der Welt wollen sich Künstler in Duisburg einen Eintrag im Guinnessbuch der Rekorde sichern.
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Mit der höchsten Sandburg der Welt wollen sich Künstler in Duisburg einen Eintrag im Guinnessbuch der Rekorde sichern.

Die höchste Sandburg der Welt kann man auch mitten im Ruhrgebiet errichten. Sie steht in Duisburg und ist 16,68 Meter hoch. Künstler aus zehn Nationen am Projekt beteiligt.

svz.de von
01. September 2017, 20:45 Uhr

Der Schiefe Turm von Pisa ist vielleicht ein wenig schief geraten, aber in jedem Fall deutlich zu erkennen. Die Akropolis, die Kirche Sagrada Familia, die Sphinx – alles aus feinem Sand. Viele bekannte Gebäude aus Touristenhochburgen verzieren in Duisburg einen riesigen Sandhaufen – die höchste Sandburg der Welt. 16,68 Meter ist sie hoch, von Experten mit Lasertechnik gemessen.

Gestern bescheinigte Jack Brockbank von der auf kuriose Rekorde spezialisierten Firma „Guinness World Records“ dem Bauwerk die Rekordhöhe. „Es ist toll“, sagte der Schiedsrichter. Er war eigens aus London angereist, nachdem er Anfang der Woche noch einen Weltrekordversuch im „Die meisten Chicken Nuggets in drei Minuten essen“ begutachtet hatte.

Weltrekord! Beteiligte jubeln in Duisburg.  Fotos: Marcel Kusch
Weltrekord! Beteiligte jubeln in Duisburg. Fotos: Marcel Kusch
 

Für die Duisburger galt es, die aktuelle Rekordhöhe von 14,84 Metern zu übertreffen, die erst im Frühjahr an der indischen Ostküste erreicht worden war. Im Juni war ein Rekordversuch auf der Insel Rügen gescheitert. Die etwa 16 Meter hohe Sandburg in Binz hatte bei der Abnahme der letzten Verschalung einen Riss bekommen und war weitgehend zusammengestürzt.

3500 Tonnen sollen die Burgenbauer in Duisburg benutzt haben. „Es ist eine Mischung aus sehr feinem Quarzsand und Silbersand. Es ist ein ganz edler Sand“, erklärt der künstlerische Projektleiter und Sandskulpturen-Experte Benno Lindel (59).

Viele Schwemmanteile wirkten wie eine Art Klebstoff. Solch ein Sand werde sonst etwa für Reitplätze verwendet. Nur dreieinhalb Wochen hat der Bau gedauert: aufschichten, verdichten und verzieren. 19 Sandkünstler aus zehn Ländern haben Motive aus dem Haufen mit Spachteln, Bürsten, Harken und anderem Werkzeug herausgearbeitet. Etwa 3000 Neugierige kamen gestern zur Rekord-Abnahme.

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