Venom, Abgeschnitten, Halloween : Welchen Film muss man sehen? Kino-Neustarts im Oktober

Tom Hardy ist 'Venom' – und eröffnet als Wirt eines Aliens den Marvel-Kosmos von Sony. Foto: Sony Pictures
Tom Hardy ist "Venom" – und eröffnet als Wirt eines Aliens den Marvel-Kosmos von Sony. Foto: Sony Pictures

Tom Hardy debütiert als "Venom", Lars Eidinger mordet in Fitzeks "Abgeschnitten": Welche Filme starten im Oktober?

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22. September 2018, 00:01 Uhr

Berlin | Die "Halloween"-Reihe rollt die Geschichte des Killers Michael Myers neu auf; Tom Hardy eröffnet als "Venom" eine neue Superhelden-Welt, und Lars Eidinger zerstückelt in Sebastian Fitzeks "Abgeschnitten" eine ganze Armada von Leichen. Das sind die Filmstars im Oktober 2018:

"Halloween": Alles auf Anfang

Im elften Teil der Reihe setzt Regisseur David Gordon Green alles auf Anfang: Die Geschichte sämtlicher Fortsetzungen ist gestrichen; für den neuen Film gilt als Prämisse nur das, was John Carpenters allererster „Halloween“-Film (1978) erzählt hat. Damals brachte ein maskierte Killer die Babysitter einer Kleinstadt um – und scheiterte an seinem letzten Opfer Laurie Strode (Jamie Lee Curtis). Nach vierzig Jahren in der Geschlossenen bricht Michael Myers nun aus und trifft noch einmal auf Laurie. Der zweite Teil der Reihe hatte die beiden zu Geschwistern gemacht – auch das gilt in der Fortsetzung nicht mehr. ("Halloween" läuft am 25. Oktober 2018 in den deutschen Kinos an.) (Wie oft starb Michael Myers? Fakten zu "Halloween")

Finsterer Superheld: Tom Hardy ist "Venom"

Tom Hardy bringt als „Venom“ einen düsteren Ton ins Superhelden-Genre. Er spielt einen Reporter, der in einem Pharmaskandal recherchiert – und dabei zum Wirt eines symbiotisch lebenden Aliens wird. Gemeinsam kämpfen die verschmolzenen Wesen gegen das Böse. Ruben Fleischers („Zombieland“) Film beruht auf Marvel-Comics, ist aber nicht Teil der Avengers-Welt, sondern als Auftakt eines eigenen Marvel-Universums von Sony konzipiert. ("Venom" startet am 3. Oktober 2018.)

Deutscher Oscar-Vorschlag: "Werk ohne Autor"

Eins der bekanntesten Bilder Gerhard Richters zeigt seine Tante Marianne und ihn selbst, als Baby, auf ihrem Schoß. Die junge Frau wurde im Euthanasie-Programm der Nazis ermordet; einer der Verantwortlichen war Richters späterer Schwiegervater. Täter und Opfer als Teil ein und derselben Familiengeschichte: Diese spektakuläre Konstellation macht Oscar-Preisträger Florian Henckel von Donnersmarck („Das Leben der Anderen“) zum Zentrum seines Künstlerfilms „Werk ohne Autor“. Tom Schilling spielt darin den Maler Kurt Barnert, dessen Geschichte der Gerhard Richters nachempfunden ist. Paula Beer übernimmt die Rolle der Ehefrau, Sebastian Koch ist als ehemaliger Nazi-Arzt zu sehen. Zentrale Werke Richters wurden für den Film von einem seiner Weggefährten nachgeahmt. „Werk ohne Autor“ ist der deutsche Vorschlag für den Auslandsoscar. Beim Filmfest in Venedig ging er leer aus. ("Werk ohne Autor kommt am 3. Oktober ins Kino.)

Jetzt mit Lady Gaga: "A Star is Born"

Ein alternder Hollywood-Star verliebt sich in ein Provinzmädchen, fördert sie und sieht ihrem wachsenden Ruhm zu, während sein eigener mehr und mehr verblasst. Seit William Wellman diese Geschichte mit Janet Gaynor erzählte, wurde der Stoff immer wieder verfilmt – mit Judy Garland (1954), mit Barbra Streisand (1976) und jetzt noch einmal mit Lady Gaga. „Hangover“-Star Bradley Cooper debütiert dabei als Regisseur. ("A Star is Born" startet am 4. Oktober 2018) ("The Purge": Was taugt der Horrorstoff als Serie?)

Frisch vom Seziertisch: Fitzeks "Abgeschnitten"

Für seinen Thriller „Abgeschnitten“ hat Bestsellerautor Sebastian Fitzek mit dem Rechtsmediziner Michael Tsokos zusammengearbeitet. Die Leichen, mit denen ein Serienkiller hier Schnitzeljagd spielt, sind also besonders akkurat beschrieben. Til Schweigers „Tatort“-Kommissar Christian Alvart hat den Fall verfilmt – mit Lars Eidinger als Psychopath. ("Abgeschnitten" kommt am 11. Oktober 2018 ins Kino.)

Detlev Buck sagt "Wuff"

Eben erst hat Detlev Buck seine „Asphaltgorillas“ ins Kino gebracht, schon ist der nächste Film fertig: „Wuff“ ist eine Liebeskomödie mit Kostja Ullmann, Johanna Wokalek und Frederick Lau, bei der Hunde jede Paarbeziehung zur Ménage à trois machen. ("Wuff" startet am 18. Oktober 2018.) ("Captain Marvel": Wer ist die erste Solo-Heldin des Comic-Universums?)

Die Queen-Saga: "Bohemian Rhapsody"

Am 24. November 1991 starb der an Aids erkrankte Musiker Freddy Mercury. Bryan Singer und Dexter Fletcher erzählen das Leben des charismatischen Queen-Frontmanns nach. Die Hauptrolle übernimmt Rami Malek („Papillon“). ("Bohemian Rhapsody" kommt am 31. Oktober 2018 ins Kino.)

Es ist ein Adolf: "Der Vorname"

Dreieinhalb Millionen Zuschauer hatte der französische Filmhit „Der Vorname“ (2012). Die Gesellschaftskomödie erzählt von einem Abendessen unter Freunden – das eine ungeahnte Wendung nimmt, als eins der Paare den Namen des ungeborenen Kindes enthüllt: Adolphe! Während die werdenden Eltern an einen Roman des 19. Jahrhunderts denken, assoziieren alle anderen Hitler – und erklären ihre Freunde für verrückt. So ein Stoff gehört selbstverständlich nach Deutschland. Es war also nur eine Frage der Zeit, bis das zugrundeliegende Theaterstück von Alexandre de La Patellière und Matthieu Delaporte auch für den hiesigen Markt adaptiert wird. Jetzt kommt das Resultat ins Kino. Die Regie hat mit Sönke Wortmann ein Veteran der deutschen Komödie übernommen. In den Hauptrollen sind Stars wie Florian David Fitz, Caroline Peters, Christoph Maria Herbst und Justus von Dohnányi zu sehen. ("Der Vorname" startet am 18. Oktober im Kino.)

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