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Weltkongress in Kopenhagen : Weihnachtsmännern sei dank: Datum für Heiligabend bleibt

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Rund 130 Weihnachtsmänner aus aller Welt sind zu ihrer Jahreskonferenz in Kopenhagen zusammengekommen. Und sie haben eine wichtige Entscheidung getroffen.

svz.de von
erstellt am 18.Jul.2016 | 15:01 Uhr

Ist schon wieder Weihnachten? Sommerliche Entzückung und Verwirrung gestern in Kopenhagen: Zum jährlich stattfindenden dreitägigen „Weltkongress der Weihnachtsmänner“ sind rund 150  dieser Kinderlieblinge aus der ganzen Welt in die dänische Hauptstadt eingeflogen. Am Vormittag stattete die mehrheitlich rotweiße Truppe der kleinen Meerjungfrau in der Bucht von Kopenhagen traditionsgemäß einen Besuch ab. Danach marschierten die Weihnachtsmänner, Einigkeit demonstrierend, durch die Kopenhagener Innenstadt und den Vergnügungspark Bakken. Besonders pfiffige Kinder nutzen die Gelegenheit, um schon einmal ihre Wunschzettel zu übergeben.

Heißes Thema bei dem dreitägigen Weltkongress war auch in diesem Jahr wieder das Datum für Heiligabend. „Es gab einige, die ihn gern morgen gehabt hätten. Manche wollten das ganze Jahr Heiligabend haben und manche am 27. Dezember“, sagte der Vorsitzende der dänischen Weihnachtsmänner der Deutschen Presse-Agentur. „Aber es ist schwierig, wenn der Adventskalender nur von 1 bis 24 geht.“

Viele der Weihnachtsmänner kommen bereits seit zehn, manchmal seit 20 Jahren regelmäßig zum Weltkongress. Die Gleichberechtigung hat auch vor dieser konservativen Branche nicht halt gemacht. Neben 70 Weihnachtsmännern nehmen am diesjährigen Gipfel 50 Weihnachtsfrauen teil. Auch 30 Weihnachtskinder, die die Geschäfte einmal übernehmen werden, sind dabei.

Schon seit 1957 finden sich Weihnachtsmänner aus aller Welt ausgerechnet im Juli zu dieser Weltkonferenz in Dänemark ein. Es heißt, der Sommer sei die einzige Zeit, in der das Weihnachtsvolk Zeit habe, sich auf internationaler Bühne zu treffen. Und wie in jedem Jahr werden wichtige Fragen erörtert. „Mein Hauptanliegen ist die Erderwärmung und die Eisschmelze an den Polarkappen. Das macht es für uns immer schwieriger, unsere Rentierschlitten zu landen“, beschreibt US-Weihnachtsmann Douglas Gowin (57) aus Washington D.C. das wichtigste Anliegen seiner Delegation beim diesjährigen Gipfel. Andere Themen sind etwa die veränderten Wünsche der Kinder im Zeitalter der Digitalisierung. Auch um den Tag der Bescherung wird wieder gerungen. Voraussichtlich wird es der 24. Dezember. Doch die angloamerikanische Delegation hofft auf eine Sonderregelung, die eine Ausweitung auf den 25. erlaubt. „Die Kinder packen ihre Geschenke bei uns erst am 25. aus, aber wir liefern sie wie alle anderen Weihnachtsmänner auch am 24. durch die Schornsteine. Insofern denke ich, dürfte es da eine Einigung geben“, hofft Gowin.

Die Frage nach der Herkunft des Weihnachtsmannes wird in diesem Jahr ausgeklammert. Viele Regionen streiten seit Jahren darüber. „Wir haben uns geeinigt, dass der Weihnachtsmann stets dort wohnt, wo die Kinder meinen, dass er dort wohnt“, sagt der deutsche Weihnachtsmann Wolfgang Pomp (48) aus Bonn. Er kommt schon seit über 20 Jahren zum Gipfel.

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