Bundesgerichtshof : Urteil: Transsexuelle ist nicht zweite Mutter eines Kindes

Ein zur Frau gewordener Transsexueller darf nur Mutter, nicht aber Vater seines leiblichen Kindes sein.  
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Ein zur Frau gewordener Transsexueller darf nur Mutter, nicht aber Vater seines leiblichen Kindes sein.  

Vor der Geschlechtsanpassung zur Frau hat ein Mann seinen Samen konservieren lassen - für das damit gezeugte Kind kann die Transsexuelle aber rechtlich nur der Vater, jedoch nicht die Mutter sein.

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04. Januar 2018, 16:07 Uhr

Das entschied jetzt ein Zivilsenat des Bundesgerichtshofes in Karlsruhe. Wie es in dem am Donnerstag veröffentlichten Beschluss (vom 29. November 2017 - XII ZB 459/16) hieß, wurde damit eine Entscheidung des Berliner Kammergerichts bestätigt.

Die Lebenspartnerin der Transsexuellen hat das Kind laut Gericht im Juni 2015 geboren. Beim Standesamt wurde sie als Mutter des Kindes eingetragen. Der Wunsch der Transsexuellen, ebenfalls als Mutter eingetragen zu werden, wurde hingegen abgelehnt.

Der BGH folgte nun dieser Auffassung. Rechtliche Mutter sei abstammungsrechtlich nur die Frau, die das Kind geboren hat. Das Transsexuellengesetz stelle sicher, dass betroffenen Kindern trotz der rechtlichen Geschlechtsänderung eines Elternteils rechtlich immer ein Vater und eine Mutter zugewiesen werde. Das stehe im Einklang mit dem Grundgesetz.

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