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Verfrühte Ostern in Langeoog : Tausende Ü-Eier angespült – und jetzt auch noch Lego

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Die Polizei geht davon aus, dass ein Schiff bei einem Sturm seine Ladung verloren hat. Die Schokolade aber fehlte.

svz.de von
erstellt am 05.Jan.2017 | 13:13 Uhr

Langeoog | Nach mehreren Tausend Spielzeug-Plastikeiern werden jetzt auch massenweise Lego-Steine an der ostfriesischen Insel Langeoog angeschwemmt. Das Spielzeug stammt vermutlich aus einem Schiffscontainer, der am Mittwoch im Sturm über Bord eines Frachters gegangen und aufgeplatzt war. Daneben trieben auch Unmengen von Plastiktüten mit weiteren Verpackungen an, wie Bürgermeister Uwe Garrels am Donnerstag sagte. Die Inselbewohner wollten eine große Aktion starten, um das Plastik aufzusammeln und zu entsorgen. Die Wasserschutzpolizei ermittelt.

An der Insel waren am Mittwoch Hunderttausende Plastikeier mit Spielzeug angespült. Die kleinen bunten Kapseln säumten nach Polizeiangaben „ohne Schokoladenüberzug“ den Strand über mehrere Kilometer. Statt Muscheln konnten die aufgrund der Schulferien noch zahlreichen Touristen auf der Insel, vor allem aber die Kinder, Spielzeugeier sammeln. „Ostern auf Langeoog“, titelte die Polizei in einer Pressemitteilung. Die Eier verfügten offensichtlich über gute Schwimmeigenschaften, hieß es.

 

Bei den Tierfiguren waren Zettel in kyrillischer Schrift beigelegt, die darauf schließen lassen, dass die Ü-Eier nach Russland verschifft werden sollten.

Doch bei all der Freude umtreiben den Bürgermeister und viele Urlaubsgäste auch Sorgen. „Es ist eben faktisch Plastikmüll, der die Natur belastet. Die Eier werden zerfasert und die Mikroplastikteilchen gelangen dann ins Wasser und die Luft“, erzählt Garrels. Diese Umweltbelastung gelte es zu verhindern. „Vor Einbruch der Dunkelheit haben wir es nicht mehr geschafft, aber morgen müssen wir eine Sammelaktion organisieren und alles animieren, was Beine hat“, sagt der 62-Jährige unserer Redaktion.

Bürgermeister Garrels geht nicht davon aus, dass sich ein Reeder melden wird, dem die Ladung gehört. „Das wird keiner wiederhaben wollen, weil ja alles unbrauchbar ist“, sagt er.

 
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