Flüchtlinge : Stolze Mama: Asylbewerberin nennt Sohn Merkel

Stolze Mama: Georgette Mbaha mit ihrem Sohn Christ Merkel. „Angela Merkel ist eine starke Frau“, sagt sie.
Stolze Mama: Georgette Mbaha mit ihrem Sohn Christ Merkel. „Angela Merkel ist eine starke Frau“, sagt sie.

Kamerunerin aus Eberswalde tauft Sohn nach der Kanzlerin - Ein Treffen mit Kanzlerin ist ihr großer Wunsch.

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03. Dezember 2015, 21:00 Uhr

Der kleine Christ Merkel ist gerade drei Wochen alt. Doch die Kamerunerin Georgette Mbaha schmiedet schon große Pläne für ihren Sohn: Wenn er erwachsen ist, soll er so vielen Menschen helfen, wie es Jesus Christus und Angela Merkel getan haben, sagt sie.

„Angela Merkel ist eine starke Frau. Sie besitzt eine Menge Durchsetzungskraft und hat bereits so vielen geflüchteten Menschen geholfen“, schwärmt die Kamerunerin Georgette Mbaha. Aus diesem Grund entschloss sie sich, ihren Sohn Christ Merkel zu nennen. In den Augen der Eberswalder Asylbewerberin tut die Bundeskanzlerin das, was Jesus Christus zu seinen Lebzeiten getan hat: Sie engagiert sich für all die Menschen auf der Welt, die ihren Schutz und ihre Hilfe besonders benötigen. Für den Vater des Kindes war die Namenswahl seiner Freundin kein Problem. Nur ein Bekannter hatte Bedenken. „Eigentlich wollte ich meinem Sohn noch den Namen Angela geben“, erzählt die 32-Jährige. Doch ihr Bekannter habe dringend davon abgeraten. Er fand einen weiblichen Vornamen für einen kleinen Jungen unpassend. Sie verzichtete. Die Behörden hatten kein Problem mit dem ungewöhnlichen Namen. Georgette Mbaha und ihr französischsprachiger Dolmetscher Mazongama Quiqueto erzählen, wie in Europa komme auch in den afrikanischen Staaten oft vor, dass Eltern ihr Kind nach einer berühmten oder beliebten Person nennen. Mbaha redet ungern über die Gründe ihrer Flucht. Ihr Exmann sei in Kamerun gestorben, sie wegen politischer und familiärer Probleme geflohen. Seit fast zwei Jahren lebt die junge Frau in Deutschland.

Sie wurde in Dortmund registriert, kam dann nach Eisenhüttenstadt und von dort in einen Wohnverbund in Eberswalde. Um von Afrika nach Europa zu gelangen, musste die junge Frau in ein Schlauchboot steigen. Angst habe sie im Boot keine gehabt, berichtet sie. Als man ihr nach drei Monaten in Spanien sagte, sie müsse zurück in ihr Heimatland, entschloss sie sich, nach Deutschland aufzubrechen. „Ich habe Angela Merkel in den Nachrichten gesehen und sie sehr für ihre Worte und Taten bewundert.“ In Eberswalde lernte sie ihren jetzigen Freund kennen. Er ist ebenfalls aus Kamerun. Für ihre kleine Familie hat sie lediglich einen Weihnachtswunsch: „Ich möchte Angela Merkel persönlich kennenlernen.“
 

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