„La La Land“-Parodie : So witzig nimmt Lidl Edeka aufs Korn

In einem neuen Clip attackiert Lidl seinen Konkurrenten. Mit dabei: Das bekannte Double von Ryan Gosling.

svz.de von
05. September 2017, 18:51 Uhr

Seit Monaten nehmen sich Edeka und Lidl in kurzen Werbefilmen gegenseitig aufs Korn. Im Februar veröffentlichte Lidl auf seiner Facebook-Seite einen Clip, in dem zu sehen ist, wie eine vermeintliche Edeka-Mitarbeiterin dabei erwischt wird, wie sie beim Discounter aus Neckarsulm einkauft. Wenige Wochen später antwortete der Lidl-Konkurrent mit folgender Retourkutsche.

Binnen weniger Tage wurde das Video millionenfach angeklickt – nicht der erste Werbecoup des Unternehmens. Vor knapp zwei Jahren veröffentlichte der Lebensmittelhändler das Video #Heimkommen. Ganz Deutschland diskutierte über den Spot, in dem ein alter Mann zu Weihnachten seinen eigenen Tod vortäuscht, um Aufmerksamkeit von seiner Familie zu bekommen. Zu Weihnachten 2016 schaffte es Edeka erneut in die Schlagzeilen mit einem Werbespot. Wegen des Clips #Zeitschenken wurde Edeka in diesem Fall aber scharf kritisiert. Dem Unternehmen wurde vorgeworfen, Symbole zu verwenden, die in der rechtsextremen Szene häufig vorkommen. Edeka wies den Vorwurf zurück, entschuldigte sich aber trotzdem öffentlich.

Lidl parodiert Filme

Nun schlägt Lidl wieder zurück. In einem neuen Werbeclip nimmt der Discounter aber nicht nur die früheren Videos seiner Konkurrenten aufs Korn, sondern parodiert auch noch die Filme „La La Land“, „Matrix“ und „Wie ein einziger Tag“. Für die Hauptrolle wurde das bekannte Double von Hollywood-Star Ryan Gosling engagiert, der bei der Verleihung der „Goldenen Kamera“ für Aufsehen gesorgt hatte.

In dem Clip mit dem Titel „LI DL Land“, der angeblich von den Machern von „Lidl Miss Sunshine“ und „PS. Ich Lidl dich“ konzipiert wurde, spielt das Double Reinhold (genannt „Ryan), der bei Lidl als Kassierer arbeitet und sich in Emma verliebt. Die junge Liebe der beiden wird aber jäh auf eine harte Probe gestellt – schließlich stammt Emma von Edeka-Gründer Fritz Borrmann ab. Trotz aller Sabotageversuche durch Emmas Familie bleiben die beiden Turteltäubchen zusammen. Am Ende entscheidet sich die junge Frau sogar dazu, bei Lidl arbeiten zu wollen.

Zudem parodiert Lidl frühere Spots seines Konkurrenten durch Auftritte von Eatkarus und dem Opa aus dem #heimkommen-Clip, die in Edeka-Videos eine Rolle gespielt hatten.

Auch der neue Clip scheint wieder ein Erfolg im Netz zu werden. Binnen weniger Stunden wurde es auf Facebook bereits fast zwei Millionen Mal aufgerufen.

Kritik wegen Foto-Bearbeitung

Lidl steht derzeit aber in der Kritik wegen der Bearbeitung eines Fotomotivs auf mehreren Produktverpackungen. Auf einigen Produkten der Lidl-Eigenmarke „Eridanous“ sind Kirchen der griechischen Insel Santorini abgebildet – allerdings wurden die Kreuze auf den Dächern der Gebäude wegretuschiert. Kunden in mehreren europäischen Ländern reagierten verärgert. Nun zeigte sich auch die Kommunalregierung von Santorini empört über den Umgang des Discounters mit den Wahrzeichen der Insel.

Kirchen von Santorini, wie die Sankt-Spyridon-Kirche und die Anastaseos-Kirche von Oia, gehören zu den weltbekannten Symbolen der beliebten Urlaubsinsel. Über die Bildbearbeitung berichtete in der vergangenen Woche ein belgisches Nachrichtenportal. Zahlreiche Kunden aus verschiedenen Ländern machten daraufhin ihrem Ärger in den sozialen Medien Luft. Auch auf der Facebook-Seite von Lidl Deutschland häufen sich weiterhin äußerst kritische Kommentare, einige von ihnen rufen sogar zum Boykott auf.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen