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Tipps : So kommen Sie entspannt durch den Pfingststau

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Die Pfingstferien beginnen: Auf Deutschlands Autobahnen droht am Wochenende auch nach dem Ende des Bahnstreiks Chaos. Die Autoclubs prognostizieren, dass Pkw-Fahrer auf allen Strecken mit längeren Wartezeiten rechnen müssen. „Sicher ist: Die Staus werden früher beginnen und länger dauern“, sagt Katja Legner vom ADAC.

Immerhin: Mit den richtigen Tipps kommen Autofahrer trotzdem gelassen an ihr Ziel.

Reiseplanung mit Köpfchen:  Besonders eng wird es an Baustellen. Aktuelle Engpässe sind in den Verkehrslageberichten der Automobilclubs aufgeführt. „Über die Eingabe eines Zwischenziels im Navigationsgerät können solche Stellen danach umfahren werden“, sagt Constantin Hack vom Auto Club Europa (ACE). Das geht nicht unbedingt schneller, hat aber einen psychologischen Effekt: „Wenn es rollt, sind alle im Auto zufrieden.“

Der ADAC rät, das Auto zu Beginn des Pfingstwochenendes stehenzulassen. „Wenn es möglich ist, sollten Reisende den Urlaub verlängern und entspannt am Sonntag anreisen“, sagt Katja Legner vom ADAC.

Richtiges Verhalten im Stau: Kommt ein Stauende in Sicht, heißt es, Tempo drosseln, Warnblinker einschalten, langsam an den Stau heranfahren und Abstand zum Vordermann halten. Das ist wichtig, weil am Stauende die größte Gefahr von hinten droht. „Den Rückspiegel in der Situation lieber immer im Blick haben“, rät Vincenzo Lucà vom TÜV Süd. Übersieht ein nachfolgender Fahrer das Stauende, kann man unter Umständen noch zur Seite ausweichen.

Im Stop-and-go-Verkehr ist ein Abstand von zwei Fahrzeuglängen zum vorausfahrenden Auto ideal, um entspannt vorwärtszukommen. „Auffahren und ständiges Bremsen sorgen dagegen für noch mehr Stocken“, sagt Rademacher. Auch ständige Fahrbahnwechsel bringen nichts – außer mehr Frust bei den Mitfahrern. „Völlig tabu ist der Seitenstreifen“, betont Lucà. Dieser ist Pannenfahrzeugen vorbehalten.

Gelassen bleiben:  Hilfreich ist, vor der Abreise Staus einzuplanen. „Navis zeigen eine errechnete Ankunftszeit an – auf die dann noch ein, zwei Stunden draufschlagen“, empfiehlt Hack. Der gefühlte Zeitdruck ist damit weg. Herrscht kompletter Stillstand, kann man sich auch mal rund ums Auto die Beine vertreten.

Kinder: Wenn die Kleinen unterwegs quengeln, sollte sich der Fahrer dadurch nicht ablenken lassen und das Kümmern dem Beifahrer überlassen. Hier hilft Zerstreuung in allen Facetten: „Genug Spielzeug sollte immer dabei sein“, rät Rademacher. Videosysteme in den Kopfstützen sind auch ein guter Begleiter in der Blechlawine.

Proviant einpacken:  Wenn es auf der Autobahn nur langsam vorangeht, ist eigentlich der perfekte Zeitpunkt für eine Rast. Nur: Oft ist genau dann kein Rastplatz in Sicht. Umso wichtiger ist es, genügend Proviant an Bord zu haben: einen Liter Wasser pro Person, Müsli-Riegel sowie Obst und Gemüse.

Der Umgang mit dem Auto:  Vor langen Urlaubsfahrten rät Lucà zum Fahrzeug-Check in einer Werkstatt. Dabei wird u. a. das Kühlsystem des Motors geprüft. Gerade in stockendem Verkehr muss das System perfekt funktionieren, weil es dort stärker beansprucht wird.

Steigt die Motortemperatur doch mal an, wird zunächst die Klimaanlage ausgeschaltet, rät Hack. Nutzt das nichts: Heizung an und Fenster auf. „Das klingt erstmal ungewöhnlich“, sagt er. Aber so zieht die Lüftung Hitze aus dem Motorraum. Wer ein Auto ohne Start-Stopp-Automatik hat, sollte den Motor bei mehr als einer Minute Stillstand ausschalten. Auch das entlastet den Motor und spart Kraftstoff.  „Mit wenig Sprit im Tank wird ein Stau zur Bibberpartie“, sagt Vincenzo Lucà.

 

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