Internationale Bräuche : So feiert man anderswo

colourbox18269174

Überall auf der Welt feiert man Weihnachten, doch überall gibt es andere Sitten und Gebräuche

von
24. Dezember 2017, 05:00 Uhr

       Spanien

Für die Spanier beginnt die Weihnachtszeit am 22. Dezember mit der Ziehung der Weihnachtslotterie. Auch hier versammelt sich die ganze Familie am 24. Dezember zum Abendessen. Danach kommt die „Urne des Schicksals“ auf den Tisch. Darin sind viele kleine Geschenke, aber auch Nieten. Jeder zieht so lange, bis er ein Geschenk erhalten hat.

      Polen

In Polen glaubt man, dass der Verlauf des Heiligabend entscheidend für den Verlauf des gesamten kommenden Jahres ist. Daher wird an diesem Tag besonders viel Wert auf Harmonie und Ruhe in der Familie gelegt. Beim Weihnachtsessen gibt es traditionell ein Gedeck mehr auf dem Tisch. Damit soll der Toten gedacht werden.

      Schweden

Mit dem Fest der heiligen Lucia am 13. Dezember wird in Schweden die Weihnachtszeit eingeläutet. An diesem Tag gibt es traditionell „Glögg“, den schwedischen Glühwein und „Lussekatter“, ein Safran-Gebäck. Geschenke für die Kinder bringt dann aber auch der Weihnachtsmann am 24 . Dezember zu Heiligabend.

      Philippinen

Die Philippiner feiern die längste Weihnachtszeit auf der Welt. Ab Mitte Oktober laufen Weihnachtslieder im Radio und in den Geschäften beginnt der Weihnachtsverkauf. Am 16. Dezember läuten bei Tagesanbruch die Glocken der katholischen Kirchen im ganzen Land, um den offiziellen Start in die Weihnachtszeit zu verkünden.

       Finnland

Typisch für den Heiligabend in Finnland ist ein Saunabad, danach gibt es für die ganze Familie ein traditionelles Gericht „Joulukinkku“. Das ist Schweineschinken mit Steckrübenauflauf.

       Russland

Weihnachten wird nach russisch-orthodoxer Tradition gemäß dem alten julianischen Kalender (13 Tage Differenz zum gregorianischen Kalender) erst am 7. Januar gefeiert. Das Weihnachtsessen am Heiligabend besteht aus zwölf Gerichten – je eines für jeden Apostel Jesu. Väterchen Frost aber kommt mit Enkelin Snegurotschka schon am Neujahrstag (Jolka-Fest) auf seinem Schlitten und bringt den Kindern die Geschenke.

        England

Am Heiligen Abend steht das Festmahl im Mittelpunkt. Vorher werden alle Räume mit Misteln, Lorbeer und bunten Girlanden geschmückt. Die Kinder hängen Strümpfe auf. Die Geschenke gibt es dann am Morgen des 25. Dezember.

       Österreich

Vor Heiligabend wird in Österreich der Raum, in dem der Weihnachtsbaum steht, abgeschlossen, damit das Christkind unbeobachtet die Geschenke bringen kann. Dann wird traditionell mit einem Glöckchenklang und dem Weihnachtslied „Stille Nacht, heilige Nacht“ das Weihnachtsfest gefeiert.

       Mexiko

In Mexiko stehen Weihnachten bunte Straßenumzüge mit viel Trubel und Feuerwerk auf dem Programm. Für Kinder wird die „Piñata“, ein dekoriertes Tongefäß, aufgehängt. Es ist mit Früchten und Süßigkeiten gefüllt. Die Kinder müssen mit verbundenen Augen den versteckten Topf suchen und zerschlagen, um sich so die Leckereien zu verdienen.

        USA

Die Kinder stellen für Santa Claus ein Glas Milch und Kekse auf das Fensterbrett, damit er sich auf seiner anstrengenden Tour stärken kann. Sie hängen Socken an den Kamin, die Santa Claus in der Nacht zum 25. Dezember dann mit Geschenken füllt.

        Kolumbien

Der „Tag der kleinen Kerzen“ leitet am 7. Dezember die Weihnachtssaison in Kolumbien ein. Zu Ehren der Jungfrau Maria stellen die Menschen Kerzen und Papierlaternen in ihre Fenster, auf ihre Balkone und in ihre Vorgärten. Einige der schönsten Installationen findet man in Quimbaya, wo die Stadtviertel um das eindrucksvollste Lichterarrangement wetteifern.

        Serbien

In Serbien wird wie in Russland Weihnachten nach dem julianischen Kalender erst am 7. Januar gefeiert. Am Vorabend gehen christlich-orthodoxe Familien in die Kirche und beschließen den Tag wie in Russland mit dem zwölfgängigen „Heiligen Mahl“ zu Ehren der zwölf Apostel.

        Italien

Am 8. Dezember feiern die Italiener das Fest der unbefleckten Empfängnis und schmücken ab diesem Tag ihr Haus mit einem Tannenbaum. Im Mittelpunkt steht aber die Weihnachtskrippe. Am 24. Dezember besucht traditionell die ganze Familie die Christmesse, danach gibt es ein großes Festmahl ohne Fleisch.

     Island

In Island bringt nicht nur eine Person die Geschenke, sondern 13, und zwar 13 Weihnachtszwerge von den Bergen. Der erste Zwerg kommt am 12. Dezember und dann jeden Tag ein weiterer, bis sie Heiligabend alle vereint sind. Ab dem 25. Dezember geht wieder jeden Tag ein kleiner Zwerg, bis zum 6. Januar alle wieder verschwunden sind. Wegen des Mangels an Wald auf der kargen Insel baute man sich früher Weihnachtsbäume aus Holzstückchen, malte sie grün an und dekorierte sie. Heute werden meist Tannen vom Festland auf die importiert. Am Heiligabend werden meist „Jolaar“ (Weihnachtslamm), Rauchfleisch, Würstchen und selbstgebrautes Bier verzehrt.

        Australien

Verschneite Landschaften und Glühwein? Nicht in Down Under! Hier feiert man Weihnachten bei hochsommerlichen Temperaturen. Die Bescherung findet am Morgen des 25. Dezember statt – danach fahren viele Familien an den Strand und veranstalten ein gemütliches Picknick oder Barbecue.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen