Quidditch, Käserollen und Co : Skurrile Typen – fast olympiareif

Heute starten in Rio de Janeiro die Olympischen Spiele 2016. In mehr als 40 Disziplinen gehen rund zehntausend Athleten an den Start. Aber auch wer kein Profisportler ist, kann sich den Traum vom Treppchen erfüllen. Eine Auswahl von Sportarten der etwas anderen Art:

svz.de von
05. August 2016, 12:00 Uhr

Fast wie bei Potter
Fast wie bei Potter
 

Quidditch:

Zimperlich darf man nicht sein bei diesem Teamsport, der durch die „Harry Potter“-Bücher bekannt geworden ist. Flogen die Spieler bei der Romanvorlage noch auf Besen durch die Luft, bleiben sie im realen Leben auf dem Boden – mit einer PVC-Stange zwischen den Beinen, die das magische Fluggerät ersetzen soll. Beim Quidditch, das Elemente aus Handball, Völkerball und Rugby verbindet, treten zwei Mannschaften mit jeweils sieben Spielern gegeneinander an. Zwölf Mannschaften sind schon Mitglied im Deutschen Quidditchbund.

Handtasche flieg!
Handtasche flieg!
 

Handtaschenweitwurf:

Die Handtasche ist das liebste Stück vieler Frauen. Kaum zu glauben, dass einige von ihnen das Must-have unter den Accessoires dennoch freiwillig wegwerfen – und das auch noch so weit wie möglich. Seit 2012 gehen Hobby-Athleten aus der ganzen Welt – darunter auch Männer – der skurrilen Sportart nach, bei der eine mit Sand gefüllte Handtasche durch die Luft geschleudert wird.

Die Wanne ist voll…
Die Wanne ist voll…
 

Badewannenrennen:

Badewannen sind nicht nur zum Entspannen da – man kann sich auch sportlich in ihnen betätigen. Das beweisen die Hobby-Kapitäne und Matrosen, die in dieser Wassersportart an den Start gehen. Die erste Weltmeisterschaft in dieser nicht ganz ernst gemeinten Disziplin fand im November 2015 in Düsseldorf statt. Verrückte Verkleidungen sind ausdrücklich erwünscht.

In der Disziplin „Frauentragen“ wird die Partnerin gern rücklings geschultert.  Fotos: KIMMO BRANDT /dpa
In der Disziplin „Frauentragen“ wird die Partnerin gern rücklings geschultert. Fotos: KIMMO BRANDT /dpa
 

Frauentragen:

Die Frau auf Händen zu tragen, ist bei dieser Sportart nicht unbedingt Voraussetzung zur Teilnahme. Die Frauen werden von ihrem männlichen Partner wahlweise auch huckepack genommen oder hängen kopfüber am Rücken. Wichtig ist nur, dass die Teilnehmer laut offiziellem Regelwerk ein Paar oder Nachbarn sind. Zuletzt holte sich bei der Weltmeisterschaft in Finnland ein russisches Paar den Titel.

 

Käserollen:

Die Sportart, bei der es darum geht, einem rollenden Laib Käse hinterherzujagen, stammt aus Großbritannien. Ein Haufen Männer rennt dabei einen rund 200 Meter langen Hügel im britischen Gloucestershire herunter. Es gewinnt, wer direkt hinter dem Käse ins Ziel gelangt. Der kann laut Angaben des Veranstalters eine Geschwindigkeit von mehr als 100 Stundenkilometern erzielen. Spektakuläre Stürze sind da keine Seltenheit.

Ab auf die Tonne!
Ab auf die Tonne!
 

Mülltonnenrennen:

Auf Restmüll- oder Papiertonnen rasen die Piloten mit bis zu 50 Sachen einen Berg herunter. Auch hier gilt: Wer zuerst im Ziel ist, gewinnt. Experten schwören auf die 120-Liter-Tonnen. Damit erreicht man die höchste Geschwindigkeit. Seinen Ursprung hat der skurrile Rennsport auf einem Rockfestival. Ein wagemutiger Festivalbesucher nahm Anlauf, stürzte sich auf eine umgekippte Mülltonne und schlitterte durch den Matsch. Eine neue Sportart war geboren.

 

Splashdiving:

Wer hier mitmacht, hat keine Angst vor Bauchplatschern: Ziel des „Splashdiving“ ist es, möglichst kunst- und vor allem geräuschvoll auf der Wasseroberfläche zu landen. Umgangssprachlich ist diese Art ins Wasser einzutauchen als „Arschbombe“ bekannt. Auch Salti und Drehungen werden bei dem Turmspringen der etwas anderen Art von den Teilnehmern gezeigt. Erklärtes Ziel ist aber natürlich eine möglichst „spritzige“ Landung.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen