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Naturkatastrophe : Schwere Erdbeben

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

In Ecuador und Japan starben am Wochenende mehr als 100 Menschen

svz.de von
erstellt am 17.Apr.2016 | 20:45 Uhr

Gleich zwei schwere Erdbeben, eins in Ecuador und eins in Japan, haben am Wochenende über 100 Menschen das Leben gekostet. Am Samstagabend (Ortszeit) starben bei den starken Erschütterungen in Ecuador mindestens 77 Menschen starben, mindestens 588 weitere wurden verletzt, wie Vizepräsident Jorge Glas gestern mitteilte. Die Erdstöße der Stärke 7,8 hatten die westliche Provinz Esmeraldas getroffen. Die Regierung des südamerikanischen Landes rief danach für mehrere Regionen den Ausnahmezustand aus.

Der Vizepräsident rechnete damit, dass die Zahl der Todesopfer weiter steigen werde. Demnach waren zahlreiche Menschen in den Trümmern eingestürzter Häuser gefangen. Intensive Rettungsarbeiten dauerten an, sagte Glas. Oberstes Ziel sei, möglichst viele Menschenleben zu retten.

Rund 10    000 Soldaten und 3500 Polizisten wurden zum Einsatz in die Erdbebengebiete gesandt. Zudem waren Helfer aus dem Ausland, vor allem aus Mexiko und Kolumbien, nach Ecuador unterwegs. Es war das stärkste Beben in dem Land seit 1979.

In Japan haben starke Erdbeben im Südwesten mindestens 41 Menschen in den Tod gerissen und enorme Schäden verursacht. Rettungstrupps aus Tausenden von Soldaten, Polizisten und Feuerwehrmännern setzten gestern ihre Suche nach Vermissten in den Trümmern Hunderter Häuser und abgerutschten Erdmassen fort. Heftige Regenfälle und Hunderte Nachbeben erschwerten die Arbeit. Fast 200    000 Menschen in den betroffenen Provinzen Kumamoto und Oita auf Japans südlicher Hauptinsel Kyushu harren in Notunterkünften aus.

Tausende wurden mit teils schweren Verletzungen in Krankenhäusern behandelt. Die Atomreaktoren in der Region blieben nach Betreiberangaben unversehrt. Mindestens 32 Menschen waren allein am Samstag ums Leben gekommen, als ein Beben der Stärke 7,3 unter Kumamoto die Region erschütterte und mehr als 1700 Häuser beschädigte oder zerstörte.

In Minamiaso stürzten eine 200 Meter lange Brücke sowie ein Tunnel ein. Die Regierung schickte 25 000 Soldaten in die Region. Die Erdbeben der vergangenen Tage sind die heftigsten seit der Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe vor gut fünf Jahren im Nordosten Japans, bei der 18 500 Menschen starben.

 

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