Musical „Kinky Boots“ : Schrill, bunt und tolerant

#Hamburgwirdkinky: Trotz Schiene am Fuß warb Sängerin Cyndi Lauper (3.v.l.) tanzend mit den Darstellern Dominik Hees (3.v.r.) und Jeannine Wacker (2.v.r.), Moderator Yared Dibaba (r) sowie Tänzern im TUI-Operettenhaus für das neue Musical „Kinky Boots“.
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#Hamburgwirdkinky: Trotz Schiene am Fuß warb Sängerin Cyndi Lauper (3.v.l.) tanzend mit den Darstellern Dominik Hees (3.v.r.) und Jeannine Wacker (2.v.r.), Moderator Yared Dibaba (r) sowie Tänzern im TUI-Operettenhaus für das neue Musical „Kinky Boots“.

Cyndi Lauper bei Vorstellung viel umjubelt, Premiere in Hamburg am 3. Dezember.

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29. September 2017, 20:55 Uhr

„When you change your mind, you can change the world“ – Wenn du deine Meinung änderst, kannst du die Welt verändern! Mit diesen Worten brachte Cyndi Lauper die Botschaft auf den Punkt. Trotz geschienten Fußes, sie hat sich kürzlich bei einem Sturz den Knöchel gebrochen, ließ es sich die frühere Pop-Ikone nicht nehmen, höchstselbst in Hamburg für „Kinky Boots“ zu werben und sogar etwas mit den Darstellern zu tanzen. Lauper („Time After Time“, „Girls Just Wanna Have Fun“) schrieb die Songs und Texte für das neue Stage-Musical, das am 3. Dezember im TUI Operettenhaus Deutschland-Premiere feiert.

„Wo auch sonst?“, stellte gleich zu Beginn der Vorstellung Kerstin Schnitzler die rein rhetorische Frage. Die Produzentin habe sofort beim ersten Mal auf dem Broadway das Fieber gepackt: „Bunt, Party, tolle Musik – das ist was für die Menschen hier. Sensationell!“

Die Erfolge in New York, London und zuletzt auch in Australien lockten am Donnerstagabend denn auch zahlreiche Medienvertreter, Fans und Prominente auf die Reeperbahn. Allen voran freuten sich Olivia Jones, Bodyguard Eddy Kante, die Kiez-Größe Kalle Schwensen und einige Drag-Queens über das schrille Stück, das auch für Toleranz und Gleichberechtigung steht.

Extra angereist aus New York, präsentierte die „Broadway-Lola“ J. Harrison Gee gemeinsam mit sechs Londoner „Angel“-Tänzern Szenen aus dem Musical. Er sei sehr stolz darauf, diese Rolle spielen zu dürfen, so Gee, der übrigens auch im wahren Leben eine Dragqueen ist. Die deutschen Hauptdarsteller, Dominik Hees (spielte zuvor u.a. Helmut Rahn in „Das Wunder von Bern“) und Gino Emnes (z.B. Apollo Creed in „Rocky“), sangen quasi in einer Weltpremiere „Nie dieser Sohn“ auf Deutsch. Darin geht es um die Suche beider nach Akzeptanz - sowohl von ihren Vätern als auch im Leben.

Tickets für "Kinky Boots" gibt´s hier

Sportlich wird der Endspurt bis zur Premiere. Das Bühnenbild, so Kerstin Schnitzler, übernehme man von den australischen Kollegen, die noch bis Ende Oktober spielten. „Das hatten wir noch nie!“ Für ein Verschiffen ist die Zeit viel zu knapp. Daher wurde extra eine Boeing 747 gechartert, die die Requisiten direkt aus Brisbane nach Hamburg holen soll. „Hoffentlich kriegen wir dann alles zackig durch den Zoll...“

Die Musical-Story in Kurzform: Charlie erbt die heruntergewirtschaftete Schuhfabrik seines Vaters und sucht nach einer rettenden Idee für „Price & Son“. Durch Zufall lernt er Lola kennen und findet mit der Dragqueen eine Nische: Kinky Boots, stabile und zugleich schrille, modische Schuhe und Stiefel für Drag-Queens.

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