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Faschionweek geht zuende : Samt und Puschel –Tops und Flops

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

In Berlin endet der modische Ausnahmezustand: Bei der Fashion Week standen heute die letzten Shows mit den Kollektionen für den kommenden Herbst und Winter auf dem Programm - Was war top, was ein Flop?

svz.de von
erstellt am 20.Jan.2017 | 21:00 Uhr

mode
 

TOPS

Großes Theater: Mode kann großes Theater sein. Esther Perbandt inszenierte ihre Kollektion in der Volksbühne mit Schneegestöber und dem legendären Model Vera von Lehndorff. Der künftige Intendant des Theaters, Chris Dercon, sagte bei einer Konferenz des „Zeit“-Magazins, Mode müsse man „sehr, sehr ernst“ nehmen.

Die Kulisse zählt: Ob das Kronprinzenpalais, das Hotel „Adlon“, die Kunstsammlung „Me Collectors Room“ oder die Baustelle des Stadtschlosses – Mode gab es an vielen Orten zu sehen. Neu dabei: das ehemalige Kaufhaus Jandorf. Hat Industriecharme und sieht aus wie nicht ganz fertig renoviert.

Schöne Einblicke: Spitzen passen auch in den Winter, zu sehen bei Ewa Herzog oder auch bei Riani. Sie erinnern an zauberhafte Eisblumen.

Rot: Durch viele Kollektionen zog sich auffällig viel Rot.

In den unterschiedlichsten Tönen: Manche Labels setzten auf Pink oder kombinierten Pink, Rot und Orange, andere zeigten vor allem gedeckte Weinrot- und Beerentöne. Sieht besonders schick in Betonkulisse aus – wie bei der Show von Malaikaraiss.

Kurven: Auch normal-schlanke Frauen wie Monica Ivancan und Jana Ina Zarrella machen sich auf dem Laufsteg gut.

Kleine Taschen: Der Blogger von Welt trägt kleine Taschen, eng um die Schulter gelegt.

FLOPS

Puschel: Manche Schuhe sahen aus, als seien Hausschlappen mit einem Pelz gekreuzt worden. Schlappen mit Fellpuschel sind nur bedingt wintertauglich. Flauschiges sieht manchmal albern aus.

Hitze: Draußen Eiseskälte und drinnen fast wie in der Sauna – wie soll man sich da auf den Laufsteg konzentrieren? Und die Unisex-Toiletten – schlimmer als ein Schulklo.

Die Samtfalle: Samt ist in allen Farben und Varianten ein großer Trend im kommenden Winter. Liegt der schimmernde Stoff eng an, sieht er unvorteilhaft aus. Samt muss fließen.

Reinquatschen: Bei einigen Labels gab es Live-Musik. Aber manche Zuschauer wollten nicht zuhören. Und während einer Modenschau unentwegt mit dem Vordermann quasseln, in Heftchen blättern oder in der ersten Reihe sitzend nur gelangweilt auf dem Smartphone tippen? Das nervt.

Indoor-Schal: Liebe Männer, bitte den Schal nicht mehr so komisch eng um den Hals knoten. Und schon gar nicht im Büro.

Geschenketüten klauen: Wie die Geier stürzten sich einige Leute auf die goody bags. Manche klauten sogar das Haarspray aus der Tüte und ließen den Rest stehen.

Hornbrille: im Publikum längst nicht mehr so en vogue wie früher. „Tragen Sie eine große, eigenartige Brille, die aussieht, als hätte sie Dieter Thomas Heck schon getragen.“ Ein auffälliges Metallgestell sei hipper als Hornbrillen.

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