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S- und U-Bahnlinien gesperrt : Rund 10 000 Menschen von Bombenfund in Berlin betroffen

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Kein S-Bahnverkehr und ein weiträumiger Sperrkreis: Eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg sorgt in der Hauptstadt für einen großen Polizeieinsatz. Tausende müssen in Sicherheit gebracht werden.

svz.de von
erstellt am 02.Okt.2017 | 19:43 Uhr

Nach dem Fund einer Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg müssen in Berlin rund 10 000 Menschen ihre Wohnungen und Häuser verlassen. Das teilte die Polizei am Montag mit. Die Evakuierung in einem Sperrkreis von 500 Metern um den Fundort habe am Nachmittag begonnen.

Es sei noch nicht abzuschätzen, wann mit der Entschärfung des Blindgängers im Bezirk Tempelhof-Schöneberg begonnen werden könne. Der Sprengkörper war bei Bauarbeiten auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs Wilmersdorf gefunden worden.

Die Entdeckung der Bombe löste im Berliner Westen weiträumige Sperrungen aus. Auf mehreren S- und U-Bahnlinien wurde der Verkehr eingestellt. Auch eine Sperrung der Stadtautobahn A 100 war geplant. Es waren mehrere Hundert Polizisten im Einsatz.

Südlich der Autobahn liegt das dicht besiedelte Viertel Friedenau. Die A 100 sollte um die Abfahrt am Innsbrucker Platz in beide Richtungen gesperrt werden. Auch auf der vielbefahrenen Hauptstraße war eine Unterbrechung des Verkehrs vorgesehen.

Der Bombenfund hat zudem Auswirkungen auf die Deutschlandradio-Mitarbeiter am Innsbrucker Platz. Wie ein Sprecher mitteilte, muss deren Gebäude ebenfalls geräumt werden. «Die Polizei hat uns mitgeteilt, dass wir unser Funkhaus innerhalb einer halben Stunde verlassen haben müssen.» Der Sendebetrieb werde zunächst kurzfristig auf den Deutschlandfunk in Köln umgestellt, der zum Deutschlandradio gehört. Möglichst schnell soll ihn anschließend das Hauptstadtbüro des Deutschlandradios übernehmen.

Die S-Bahn Berlin teilte mit, der Verkehr der Linien S41, S42, S45 und S46 sei zwischen Halensee und Südkreuz unterbrochen. Es wurde ein Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Auch die U-Bahn-Linie 4 verkehrte nicht zwischen Rathaus Schöneberg und Innsbrucker Platz.

Auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs sollen neue Wohnhäuser entstehen.

Angang September hatten mehr als 60 000 Anwohner in Frankfurt/Main für die Entschärfung einer Bombe ihre Wohnungen verlassen müssen. Es war die größte Evakuierungsaktion in der Geschichte der Bundesrepublik.

Mitteilung der S-Bahn

Mitteilung der Polizei III

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