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Nervige Nachbarn wie Friedhelm Adolfs : Raucher, Partylöwen, Schreikinder

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Heute verhandelt der Bundesgerichtshof über den notorischen Raucher Friedhelm Adolfs.

Er ist bundesweit bekannt: Raucher Friedhelm Adolfs machte seinen Nachbarn das Leben so schwer, dass seine Vermieterin ihm kündigte. Heute wird sein Fall vor dem Bundesgerichtshof verhandelt.

Und es gibt noch viele andere nervige Nachbarn. Tatsächlich gibt es viele Störenfriede – eine Typologie:

 

Der Raucher Im Sommer hat er Hochsaison, aber auch Minusgrade können ihn nicht wirklich stoppen. Der Raucher hat in seiner Wohnung einen Lieblingsort: den Balkon. Dumm für Nachbarn, die frische Luft schnappen oder ihre Wäsche lüften wollen. Legt der Raucher keinen Wert auf Frischluft, kommt der Dunst noch dicker: Raucher Friedhelm Adolfs aus Düsseldorf soll deswegen sogar ausziehen.

Die Familie/Das Schreikind Wenn der kleine Lars-Ole nachts nicht schlafen kann, trifft das nicht nur seine Eltern. Wer die Wohnungen, über, unter und neben dem Kinderzimmer gemietet hat, bleibt von nächtlichen Tränen, den Auswirkungen erster Zähne und Tobsuchtsanfällen nicht verschont. Das Problem: Anders als bei den Freunden lauter Musik kann man Kleinkinder nicht einfach bitten, etwas leiser zu drehen.

Die Partytiere „Heute wird es etwas lauter“ ist ihr Standardspruch - meistens eilig auf einen Zettel im Hausflur gekritzelt. In der Praxis bedeutet das: Hämmernde Bässe die ganze Nacht, knallende Türen und lautes Juchzen. Auf die Bitte der Nachbarn, ob man etwas leiser sein könne, gibt es oft diese Antwort: „Feiert doch einfach mit!“

Die Liebenden Egal ob Juchzen, Schreien, Stöhnen oder minutenlanges Rumsen des Bettes an die Hauswand - wer ein Liebespaar nebenan hat, hat oft Lärm. Läuft es zwischen den beiden nicht mehr so rosig, wird es auch nicht stiller: Dann fliegt schon mal Geschirr – oder im Extremfall der Fernseher aus dem Fenster.

Der (Möchtegern-)Hauswart Kaugummi-Papier im Treppenhaus oder Plastikflaschen im Biomüll? Nicht mit ihm. In fast jedem Mietshaus gibt es einen, der aufpasst – und notfalls bei jedem Nachbarn einzeln klingelt und fragt, wer den Müll wieder in die falsche Tonne gestellt hat.

Die Klette „Möchtest du mal auf ein Glas Wein rüberkommen?“, „Hast du zufällig noch Eier?“ und „Wäre ein Hof-Fest mit allen nicht schön?“ Die Klette sucht keinen Ort zum Wohnen, sie sucht neue Freunde. Wer sie zum Nachbarn hat, sollte sich auf dem Balkon lieber in die hinterste Ecke verziehen – hat sie einen erst gesichtet, bleibt man nicht lange allein.

Die Breitmacher Die Wohnung ist nicht genug: Jeden Zentimeter Flur vor der eigenen Tür nutzt er aus. Schuhe stapeln sich bergeweise auf der Fußmatte, daneben stehen Pflanzen, ein Fahrrad und im Winter der Holzschlitten.

 

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