Nach G20-Gipfel in Hamburg : Polizei fahndet mit Fotos und Videos nach G20-Gewalttätern - linke Szene droht Beamten

Der Mann, der auf den Fotos zu sehen ist, wird im Zusammenhang mit Straftaten beim Aufzug „G 20 not Welcome!“ gesucht. Die Polizei Hamburg hat die Fotos am Montag veröffentlicht.

Der Mann, der auf den Fotos zu sehen ist, wird im Zusammenhang mit Straftaten beim Aufzug „G 20 not Welcome!“ gesucht. Die Polizei Hamburg hat die Fotos am Montag veröffentlicht.

Fünf Monate nach den Ausschreitungen beim G20-Gipfel in Hamburg fahndet die Polizei mit Videos und Fotos nach den Tätern. Die linksradikale Szene wehrt sich auf ihre Weise dagegen.

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18. Dezember 2017, 14:30 Uhr

In Hamburg sollte am Montag eine große Fahndung mit Fotos von mutmaßlichen Gewalttätern vom G20-Gipfel beginnen - Berliner Linksautonome reagierten mit der Veröffentlichung von Bildern von Polizisten. Gleichzeitig drohten sie den Polizeibeamten auf der Internetseite indymedia.org indirekt.

In Hamburg begannen Polizei und Staatsanwaltschaft am Montag mit einer Öffentlichkeitsfahndung zu den Krawallen beim G20-Gipfel Anfang Juli. Fotos und Videosequenzen von 104 mutmaßlichen Gewalttätern aus der linksextremen Szene wurden im Internet veröffentlicht. Es sei eine der größten Fahndungen dieser Art, hieß es.

Die liksextreme Szeme regaierte prompt und veröffentlichten am Sonntagabend Bilder von Berliner Polizisten, die an Räumungen in Häusern in der Rigaer Straße in Friedrichshain teilgenommen haben sollen. Dazu schrieben sie: „Wir freuen uns über Hinweise, wo sie wohnen oder privat anzutreffen sind. Neben der Teilnahme an der Räumung können sie bedenkenlos für die Gewalt der drei Wochen der Belagerung verantwortlich gemacht werden.“ Innensenator Andreas Geisel (SPD) und die Polizeigewerkschaften verurteilten die Aktion am Montag. „Diese Denunziation ist unerträglich. Ich verurteile, dass Menschen an den Pranger gestellt werden und dass offen zur Gewalt gegenüber Polizisten aufgerufen wird. Politische Linksextremisten zeigen wieder einmal ihr eigentliches Weltbild: Unter dem Deckmantel vermeintlich politischer Rhetorik steckt nichts anderes als Hass und Gewalt“, sagte Geisel.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) teilte mit: „Diese Zeilen sind abscheulich, diffamierend und das Resultat gewaltverherrlichender und -ausübender Grundhaltung. (...) Das muss strafrechtliche und politische Konsequenzen haben.“ Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) forderte: „Das muss beendet werden, und zwar schnell und nachhaltig. Zum Schutz von Einsatzkräften gehört auch der Schutz der Privatsphäre und der Familien.“

 

Der FDP-Innenpolitiker Marcel Luthe warf dem Senat eine Mitschuld vor: „Der Senat gibt dieser linksextremen Bande noch zusätzlich Aufwind, indem er die zahlreichen linken Taten bei Prävention und Bekämpfung verharmlost. Berlin braucht endlich auch ein Programm “gegen Links„, analog zu den zahlreichen Programmen “gegen Rechts„.“

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