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Astronomie : Partielle Mondfinsternis: Das ist heute am Himmel zu sehen

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Ein Teil des Mondes verschwindet im Schatten der Erde und wird abgedunkelt.

Flensburg | Montagabend lohnt es sich den Blick gen Himmel zu richten, denn es findet eine partielle Mondfinsternis statt. Allerdings ist diese nicht überall gleich gut zu sehen. Wir in den nördlichen Breitengeraden Europas können nur einen kleinen Rest beobachten, bevor der Mond wieder aus dem Schatten der Erde tritt.  

Was ist eine Mondfinsternis?

Bei einer partiellen Mondfinsternis liegen Sonne, Erde und Mond in etwa in einer Reihe. Auf seiner Bahn um die Erde tritt der Vollmond dabei teilweise in den Kernschatten der Erde. Dabei verdunkelt sich der rechte untere Rand des Mondes leicht.

„Normalerweise verläuft seine Bahn über oder unter dem Schatten der Erde, ansonsten hätten wir jeden Monat eine partielle Mondfinsternis“, sagte Marco Ludwig, Leiter der vhs-Sternwarte.

Rund zwei Mal im Jahr berührt der Mond in seiner Umlaufbahn den Schatten der Erde. Dann findet eine partielle Mondfinsternis statt.

Bei einer totalen Finsternis tritt der Himmelskörper komplett in den Schatten der Erde und ist somit nicht mehr zu sehen. „Eine partielle Mondfinsternis steht immer in Zusammenhang mit einer Sonnenfinsternis. Diese ist am 21. August zu beobachten.“

partielle Mondfinsternis

Der heutige Vollmond läuft nördlich der Schattenachse Sonne-Erde vorbei, wobei ein Teil vom Mond in den Kernschatten der Erde gelangt.

Foto: vhs sternwarte
 

Was genau ist zu sehen?

„Leider nicht sehr viel. Wenn bei uns der Mond um 20.50 Uhr aufgeht, ist die Mondfinsternis bereits in vollem Gang.“ Denn der Aufgang des Himmelskörpers erfolgt bei uns erst nach Mitte der Finsternis, wenn der Mond sich schon wieder aus dem Schatten der Erde herausbewegt. Somit bleibt der abgedunkelte Mond für uns nur einen kurzen Moment sichtbar.

Um 21.19 Uhr endet der sichtbare Teil der Mondfinsternis mit Austritt des Mondes aus dem Kernschatten der Erde. Unten rechts am Mond wird auch in den folgenden Minuten noch eine Abdunklung erkennbar sein. Danach befindet sich der Mond noch eine Zeit im Halbschatten der Erde, was kaum erkennbar ist. Er wird dann auf einer Seite nur etwas weniger hell sein.

Würde der Mond bei uns bereits früher aufgehen, könnte man den gesamten Prozess beobachten, der laut Ludwig rund fünf Stunden dauert.

„Dennoch sollte man die Chance nutzen, sich das Ereignis anzusehen und ein paar tolle Fotos zu schießen.“ Ludwig rät, pünktlich um kurz vor neun Richtung Himmel zu blicken und am besten ein Fernglas mitzunehmen.

Voraussetzung für eine günstige Sicht ist natürlich ein klarer Himmel oder eine nur dünne, aufgelockerte Wolkendecke. „Die Chancen sind eigentlich ganz gut“, sagte Adrian Leyser, Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach. „Es ist überwiegend nur eine lockere und geringe Bewölkung zu erwarten. “ Lediglich im äußersten Südosten Deutschlands, am Alpenrand und südlich der Donau müsse mit einer dichten Wolkendecke und teilweise auch mit Regen gerechnet werden.

 

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erstellt am 07.Aug.2017 | 20:05 Uhr

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