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Protest gegen Kriegseinsätze : Orchestermusiker blockieren den Fliegerhorst Jagel

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Sie rufen auf, die Anschaffung von Kampfdrohnen zu verhindern: 80 Musiker und Sänger demonstrieren vor dem Stützpunkt.

svz.de von
erstellt am 21.Aug.2017 | 13:50 Uhr

Jagel | Dutzende Musiker des Netzwerks „Lebenslaute“ haben am Montag den Fliegerhorst Jagel mehrere Stunden lang abgeriegelt. Alle elf Zufahrten und Eingänge zum Stützpunkt in der Nähe von Schleswig seien „mit Musik blockiert worden“, sagte der Sprecher der Gruppe Marcus Beyer. Die Sänger und Orchestermusiker sowie ihre Unterstützer wollen mit der Aktion gegen die geplante Anschaffung von Kampfdrohnen für die Bundeswehr und für die Schließung des Fliegerhorstes Jagel demonstrieren.

In Jagel ist das Taktische Luftwaffengeschwader 51 stationiert. Hier werden unter anderem die deutschen Tornadopiloten ausgebildet. „Wir sind sehr zufrieden mit der Aktion“, sagte Breyer. „Alles ist genauso gelaufen, wie wir uns vorgenommen haben.“ Zum Ende gab es ein Abschlusskonzert „Von Bass bis Sopran- gemeinsam gegen Rüstungswahn“.

Nach etwa eineinhalb Stunden habe die Polizei ein Tor kurzzeitig geräumt, damit Soldaten mit Bussen in den Fliegerhorst herein beziehungsweise heraus fahren konnten. Insgesamt haben nach Angaben der Polizei seit dem frühen Morgen rund 150 Demonstranten die Zugänge und Tore des Fliegerhorst blockiert.

Die Polizei habe an einigen Toren Demonstranten aufgefordert, den Weg zum Fliegerhorst für Busse mit Soldaten und Mitarbeitern frei zu machen, sagte ein Polizeisprecher. Die Aktivisten seien diesen Aufforderungen ohne Auseinandersetzungen nachgekommen. Nach Angaben der Polizei verlief die Protestaktion friedlich.

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