Poststreik: Schwerbehinderte betroffen : Ohne Wertmarke für Nahverkehr

Der Poststreik hat nun auch für Schwerbehinderte Auswirkungen. Knapp 180 000 Inhaber eines Schwerbehindertenausweises warten auf die sogenannte Wertmarke, mit der sie kostengünstig Bus und Bahn fahren können.

Der wochenlange Poststreik hat nun auch für Schwerbehinderte Auswirkungen. Wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) berichtete, warten viele der rund 180  000 Inhaber eines Schwerbehindertenausweises auf die sogenannte Wertmarke, mit der sie – abgesehen von einem kleinen Eigenanteil – kostenfrei Bus und Bahn fahren können. Diese Wertmarken gelten für ein halbes Jahr, mit Beginn des zweiten Halbjahres sind seit gestern die neuen fällig.

Lagus-Chef Heiko Will appellierte an die Verkehrsbetriebe, in dieser Situation Verständnis aufzubringen und die Schwerbehinderten bei Kontrollen nicht zur Kasse zu bitten. „Die Betroffenen haben einen Schwerbehindertenausweis und können meist auch ihre alte Wertmarke vorzeigen.“ Er verwies zugleich auf die Möglichkeit, dass die Behinderten oder deren Angehörige in den Versorgungsämtern in Rostock, Schwerin, Neubrandenburg und Stralsund die Wertmarke selbst abholen können.

Bereits Anfang der Woche hatte das Lagus berichtet, dass Eltern wegen des Poststreiks verspätet ihr Elterngeld erhalten, da ihre Anträge nicht rechtzeitig im Amt eintreffen. „Dies darf nicht dazu führen, dass Familien in Not geraten“, sagte Will. Eltern könnten ihren Antrag samt Unterlagen auch per Fax oder E-Mail schicken oder telefonisch um Lösung des Problems bitten.

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