Strengere Abgasgrenzen : Norwegen sperrt Fjorde für Kreuzfahrten

In den Fjorden Norwegens tummeln sich die Kreuzfahrtschiffe mit tausenden Touristen.
In den Fjorden Norwegens tummeln sich die Kreuzfahrtschiffe mit tausenden Touristen.

Bei Kreuzfahrtgästen stehen die wunderschönen Fjorde Norwegens hoch im Kurs. Doch wie lange noch?

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18. September 2019, 16:23 Uhr

Hamburg | Die Aussicht ist spektakulär und in der Hochsaison tummeln sich tausende Touristen in den Fjorden Norwegens. Der Geirangerfjord etwa zählt zum Weltkulturerbe, doch die vielen Kreuzfahrtschiffe, die täglich Massen an Touristen an Land spülen, bringen zu viele Abgase mit sich.

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Das Umweltministerium in Norwegen hat nun entschieden, dass keine Abwasser (Kloake) mehr in die Fjorde eingeleitet werden dürfen. Außerdem sollen die Abgasgrenzen künftig in mehreren Schritten gesenkt werden. Im Detail geht es um den Ausstoß von Schwefeldioxiden, Stickstoffoxiden (NOx) und das Verbrennen von Abfall an Bord.

Touristenmassen werden eingedämmt

Eine Untersuchung des Seefahrtamtes hat ergeben, dass die Kreuzfahrtschiffe besonders in der Hochsaison im Sommer für hohe Emissionen in den Fjorden verantwortlich sind. Das Parlament in Norwegen hat deshalb entschieden, dass ab 2026 nur noch abgasfreie Kreuzfahrtschiffe die Fjorde befahren dürfen. Unter Weltkulturerbe-Schutz stehen Nærøyfjord, Aurlandsfjord, Geirangerfjord, Sunnylvsfjord und Tafjord.

Zudem wurde bereits die Zahl der Kreuzfahrtschiffe begrenzt. Durften zuvor vier Schiffe mit insgesamt 9000 Passagieren anlegen, sind es in diesem Sommer nur noch drei Schiffe mit 8000 Gästen.

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