Sternschnuppen gut zu sehen : Nächtliches Schauspiel am Himmel

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Mit mehr als 200 000 Stundenkilometern schießen in den kommenden Nächten unzählige Sternschnuppen durch den Nachthimmel.

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12. August 2015, 21:00 Uhr

Der Sternschnuppenstrom der Perseiden ist in der Nacht zum Donnerstag in vielen Teilen Deutschlands gut zu sehen. „Am besten ist es wahrscheinlich in Bayern, im östlichen Baden-Württemberg, im Norden und Nordosten, also Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Berlin“, sagte Meteorologe Thomas Ruppert vom Deutschen Wetterdienst in Offenbach am Mittwoch. „Aber auch anderswo finden sich Lücken.“ Besonders gut sei die Sicht des Perseiden-Stroms abseits großer Städte. Und: „Je höher desto besser.“

Das Maximum des Stroms liegt Astronomen zufolge Donnerstagfrüh zwischen 2.00 und 4.00 Uhr. Aber auch in den Nächten danach seien immer noch Perseiden zu sehen. Die Himmelsteilchen sind vergleichsweise schnell und treten mit rund 60 Kilometer pro Sekunde - 216 000 Kilometer pro Stunde - in die Erdatmosphäre ein. Sie erzeugen dabei die hellen Leuchtspuren. Von der Erde aus gesehen scheinen sie dem namensgebenden Sternbild Perseus zu entströmen.

Ursache für das Himmelsschauspiel sind abgelöste Trümmerstücke des Kometen 109P/Swift-Tuttle, die auf seiner Flugbahn um die Sonne fliegen. Die Erde kreuzt stets im August diese Bahn. Im Volksmund werden die Perseiden auch Laurentius-Tränen genannt. Der Märtyrer Laurentius wurde am 10. August des Jahres 258 auf glühendem Rost zu Tode gefoltert.

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