Unser Planet live : Mit „Earth Now“ die Erde in Echtzeit observieren

Mit „Earth Now“ können Nutzer in Zukunft jeden Fleck der Erde in Echtzeit betrachten. Wann es losgeht, steht allerdings noch in den Sternen. 

Mit „Earth Now“ können Nutzer in Zukunft jeden Fleck der Erde in Echtzeit betrachten. Wann es losgeht, steht allerdings noch in den Sternen. 

Das Satelliten-Projekt konnte bereits prominente Investoren finden – darunter Airbus und Microsoft-Gründer Bill Gates.

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19. April 2018, 20:45 Uhr

Seattle | Die Macher von „Earth Now“ haben eine Vision. Sie wollen unseren Planeten in einer noch nie da gewesenen Form zeigen: in Echtzeit, in Farbe und zu jeder Zeit. Egal ob Berlin, ein tropisches Eiland im Pazifik oder den Südpol – jeder Ort soll live einsehbar sein.

Die geplante Satellitentechnik von „Earth Now“ wäre eine Revolution und würde bestehende Produkte in den Schatten stellen. Schon jetzt ist das Vorhaben aber auch kritisch zu sehen, da die „Erdüberwachung“ in Echtzeit auch missbräuchlich genutzt werden könnte.

Die Erde sei unser einziges Zuhause, heißt es auf der Seite earthnow.com. Menschen lebten in fast jeder Ecke der Welt und mit dem Wachstum und Fortschritt der Menschheit wachse im Hinblick auf die Ressourcen der Erde auch die Verantwortung, Sorge für den Planeten zu tragen. Ziel sei es, den Menschen mit „Earth Now“ einen ungefilterten Einblick auf unsere Welt zu geben. Wer sich in Echtzeit über den Planeten bewege, könne die Schönheit und Zerbrechlichkeit der Erde erleben – und die Wichtigkeit erkennen, ein guter Verwalter zu sein.

Mit „Earth Now“ könne man in Echtzeit illegale Fischerei feststellen, Hurrikans und Taifune in ihrer Entstehung beobachten oder Waldbrände entdecken, wenn sei noch klein sind. Nutzer können Wale auf ihrer Reise durch die Ozeane verfolgen oder Krisenherde beobachten. Außerdem könnten Medien für ihre Berichterstattung von den Livebildern profitieren.

Mithilfe von hochauflösenden Satelliten und Künstlicher Intelligenz soll das Projekt realisiert werden. Und es gibt bereits zahlreiche Investoren, darunter Airbus, die SoftBank-Group, Microsoftgründer Bill Gates und „One Web“-Gründer Greg Wyler.

Russell Hannigan, CEO von „Earth Now“, verfolgt ein einfaches Ziel: „Wir wollen die Menschen mit der Welt in Echtzeit verbinden.“ Mit bisherigen Systemen können Nutzer nur sehen, was in der Vergangenheit passiert ist. Das wolle man mit den neuen Erdüberwachungssatelliten ändern. Jeder Satellit soll über so viel Rechenleistung verfügen, wie alle kommerziellen Satelliten zusammen. Laut Greg Wyler habe man dafür den ersten kostengünstigen und hochperformenden Satelliten entwickelt, der sich in Masse produzieren lässt. „Earth Now befähigt Menschen dazu, ihren Einfluss auf den Planeten zu verstehen und zu händeln“, sagt Wyler. Airbus plant, seine Werke in Toulouse und Florida für die Produktion der Satelliten zu nutzen.

Zu Beginn will „Earth Now“ seine Services nur für Regierungen und Unternehmenskunden zur Verfügung stellen. Dazu soll es Livevideos geben, die jeder rund um den Globus über Smartphone-Apps und Tablets abrufen kann. „Jeder kann mit Earth Now ein virtueller Astronaut werden“, verspricht Hannigan. Wann „Earth Now“ verfügbar sein wird, ist noch offen. Derzeit befindet sich das Vorhaben noch in der Planungsphase.

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