Bessere Beziehungen : Merkel lobt Gefangenenaustausch zwischen der Ukraine und Russland

Verwandte der entlassenen Gefangenen begrüßen sich ihrer Ankunft am Internationalen Flughafen von Kiew.
Verwandte der entlassenen Gefangenen begrüßen sich ihrer Ankunft am Internationalen Flughafen von Kiew.

Die Ukraine und Russland lassen ihre Feindschaft für einen Moment ruhen.

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07. September 2019, 11:51 Uhr

Moskau | Bundeskanzlerin Angela Merkel hat den jüngsten Gefangenenaustausch zwischen der Ukraine und Russland begrüßt. Dieser sei ein hoffnungsvolles Zeichen, sagte Merkel am Samstag nach einem Tweet von Regierungssprecher Steffen Seibert. "Ich freue mich für die ukrainischen Seeleute und Oleg Senzow, die nun endlich wieder nach Hause können." Es lohne sich, weiter mit aller Kraft an der Umsetzung der Minsker Vereinbarungen zu arbeiten. "Die Bundesregierung ist dazu bereit", so Merkel.


Russland und die Ukraine vollzogen am Samstag den größten Gefangenenaustausch seit Jahren. Flugzeuge beider Länder landeten fast gleichzeitig auf den Flughäfen der Hauptstädte. In Kiew trafen auch die 24 ukrainischen Seeleute ein, die seit November in russischer Haft gesessen hatten. An Bord der Maschine war außerdem der ukrainische Regisseur Oleg Senzow. Der Austausch sollte nach der Formel 35 gegen 35 erfolgen.

Beziehungen sollen verbessert werden

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj nahm die Freigelassenen in Empfang – mit Handschlag und Umarmung. Auch Angehörige warteten mit Tränen der Freude in den Augen auf dem Flughafen Borispol. In Moskau landete eine Maschine mit Gefangenen, die Kiew zuvor auf Verlangen der russischen Behörden aus der Haft entlassen hatte.

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