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Weltrisikobericht : Menschen besser für Naturkatastrophen gerüstet

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Naturkatastrophen gehören in manchen Regionen der Welt schon fast zum Alltag. Doch es gibt Möglichkeiten, die Auswirkungen zu dämpfen.

svz.de von
erstellt am 02.Nov.2017 | 12:11 Uhr

Ob Erdbeben, Wirbelstürme oder Überschwemmungen: Weltweit sind die Menschen heute besser für Naturkatastrophen gerüstet als vor fünf Jahren. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse des Weltrisikoindexes der Jahre 2012 bis 2016, wie das Bündnis Entwicklung hilft in Berlin mitteilte.

Der Index gibt für 171 Länder das durchschnittliche Risiko an, dass ein extremes Naturereignis zu einer Katastrophe führt. «Viele Länder haben aus früheren Katastrophen gelernt und verbessern die Katastrophenprävention», sagte Peter Mucke, Geschäftsführer des Bündnisses.

Mehr als 23 000 Menschen aus 197 Ländern treffen sich vom 6. bis 17. November zum Weltklimagipfel in Bonn, um den Kampf gegen den Klimawandel und seine Folgen voranzutreiben. Die Politiker müssen sich auf ein Regelwerk einigen, das die nationalen Klimaziele vergleichbar und überprüfbar macht.

Bei Extremwetter-Ereignissen haben Menschen in armen Ländern laut einem Bericht der Hilfsorganisation Oxfam ein fünfmal höheres Risiko, aus ihrer Heimat vertrieben zu werden, als Bewohner wohlhabender Staaten. «Der Klimawandel verschärft Hunger und Armut und zwingt mehr und mehr Menschen zur fluchtartigen Aufgabe ihrer Heimat», sagte der Oxfam-Klimaexperte Jan Kowalzig. «Dabei tragen die Betroffenen zum Klimawandel so gut wie gar nichts bei, stehen aber nach Katastrophen nicht selten vor dem Ruin.»

Laut Weltrisikoindex ist das Katastrophenrisiko in Ozeanien am höchsten und in Europa am niedrigsten. Zu den Regionen mit hohem Katastrophenrisiko gehören demnach außer Ozeanien auch Mittelamerika, West- und Zentralafrika sowie Südostasien.

«Extreme Wetterereignisse wie Stürme und Starkregen nehmen auffallend zu», sagte Mucke. «Das hat sich in den letzten Wochen auch in Deutschland erneut gezeigt. Und Klimaextreme wie langanhaltende Dürren werden in Zukunft häufiger vorkommen.»

Das Bündnis veröffentlicht den Weltrisikobericht seit 2011 jährlich.

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