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Wetter : Mehr Hitze und extreme Niederschläge

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Der Klimawandel geht an Deutschland nicht spurlos vorüber

Extremes Wetter wird es künftig wahrscheinlich häufiger geben als heute, sagen Experten voraus. Einige raten dazu, selbst vorzusorgen. Die wichtigsten Fragen und Antworten:

Welche Regionen sind besonders bedroht?

Große Hitze- und Dürreperioden gefährden besonders die Bundesländer Berlin, Brandenburg, Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, das Saarland, Bayern, Baden-Würrtemberg und Teile von Hessen. Hitze breite sich auch stark in Ballungszentren aus, sagt die Präsidentin des Umweltbundesamtes (Uba), Maria Krautzberger. Von Sturmfluten seien vor allem die Küstenbereiche und die Nordseeinseln betroffen.

Mit Überschwemmungen müssten Menschen in allen Einzugsgebieten von Flüssen rechnen, sagt der Vizepräsident des Deutschen Wetterdienstes, Paul Becker. Extreme Niederschläge seien in nahezu allen Regionen möglich.

Wird es solche Starkregen häufiger geben?

„Nicht jedes Jahr wird es Katastrophen geben“, sagt Becker. Aber künftig müsse man mit mehr extremen Niederschlägen rechnen. Klimawandel bedeute nicht nur einen Temperaturanstieg, sondern auch Auswirkungen auf den Regen.

Was können Menschen zu ihrem eigenen Schutz tun?

„Jeder Einzelne sollte sich sein Haus angucken“, sagt Paul Becker. So sei es beispielsweise wichtig zu prüfen, wie hoch ein Kellerfenster stehe und ob der Keller bei Starkregen oder Hochwasser vollaufen könne. Vor Hitze schützen Fensterläden.

Wie können Kommunen vorsorgen?

Es gibt bereits verschiedene lokale Projekt. Als positives Beispiel nennt Krautzberger etwa das Projekt „Natur in graue Zonen“ des Wissenschaftsladens Bonn. Bei dem Projekt werden Flächen in Städten entsiegelt und begrünt. Regenwasser kann dort nun besser aufgenommen werden. In Berlin-Adlershof dienen Regenwassermulden dazu, das Wasser aufzufangen und versickern zu lassen.

Anja Sokolow

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