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Mehr als 1 Million Gläubige : Mega-Messe beendet Weltjugendtag

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Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Mit einem von 1,5 Millionen Menschen besuchten Freiluftgottesdienst auf den bei Krakau gelegenen Wiesen von Brzegi sind gestern der katholische Weltjugendtag und der Besuch von Papst Franziskus in Polen zu Ende gegangen.

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erstellt am 31.Jul.2016 | 20:45 Uhr

Mit einem von 1,5 Millionen Menschen besuchten Freiluftgottesdienst auf den bei Krakau gelegenen Wiesen von Brzegi sind gestern der katholische Weltjugendtag und der Besuch von Papst Franziskus in Polen zu Ende gegangen. In seiner Predigt setzte Papst Franziskus erneut ein Zeichen gegen Nationalismus und Fremdenfeindlichkeit. „Sie mögen euch als Träumer beurteilen, weil ihr an eine neue Menschheit glaubt, die den Hass zwischen den Völkern nicht annimmt“, rief der Argentinier den Jugendlichen zu, die nach einer vom Schein tausender Kerzen begleiteten Vigilfeier am Samstagabend die ganze Nacht über auf den Feldern campiert hatten. „Aber verliert nicht den Mut: Mit eurem Lächeln und mit euren offenen Armen predigt ihr Hoffnung und seid ein Segen für die eine Menschheitsfamilie, die ihr hier so gut vertretet.“

Aus erster Hand hörten das auch Anne-Katrin Westendorf und Magdalena Stefan. Die 17 und 18 Jahre alten Rostockerinnen gehören zu den 272 Pilgern aus dem auch für Mecklenburg zuständigen Erzbistum Hamburg, die zum Weltjugendtag aufgebrochen sind. Seit über einer Woche sind sie schon in Polen unterwegs, zuerst bei den „Tagen der Begegnung“ in der bei Danzig gelegenen Diözese Pelplin. Und nun also Krakau und der Papst. „In Rostock ist man als Katholik ziemlich alleine“, sagt Anne-Katrin. „Hier ist es komplett anders, hier ist man einer von vielen.“ „Hier ist es normal, dass Menschen auf der Straße beten“, ergänzt Magdalena. Zu Hause verstehe nicht jeder, warum sie Sonntag in die Kirche gehe. Welche Wirkung der Weltjugendtag auf sie habe? „Man trifft Menschen aus der ganzen Welt“, sagt Anne-Katrin. „Man tauscht sich aus und der Glaube vertieft sich.“ „Und es ist natürlich auch ein besonderes Gefühl, den Papst einmal live zu erleben“, findet Magdalena.

Kommentar von Benjamin Lassiwe: Signal gegen den Terror
Es waren Tage der Völkerverständigung: Hunderttausende Jugendliche aus aller Welt pilgerten friedlich zum Papstbesuch nach Polen. Sie feierten gemeinsam, sie beteten gemeinsam. Und sie wurden von Papst Franziskus aufgefordert, sich für die Gesellschaft zu engagieren. In Zeiten von Terror, Flüchtlingskrise und Nationalismen war der katholische Weltjugendtag in Krakau ein wichtiges Signal: Ein Zeichen dafür, dass  friedliches Zusammenleben möglich ist. Und dass sich Jugendliche für diese Welt engagieren wollen.  „Sofa-Jugendliche“, wie der Papst es  formulierte, wollen sie nicht sein.
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