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Akuter Herztod : Mann stirbt bei Polizeieinsatz - Natürliche Todesursache

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Obwohl ein Notarzt dabei ist, stirbt in Rostock ein 30-Jähriger während eines Polizeieinsatzes. Der Mann hatte vorher erregt Möbel aus dem Fenster geworfen.

svz.de von
erstellt am 10.Nov.2017 | 15:28 Uhr

Ruhig ist es am Freitag im Blockmacherring 45 im Rostocker Stadtteil Groß Klein. Nichts deutet darauf hin, dass knapp 24 Stunden zuvor in einer der Wohnungen dieses Blocks ein 30-Jähriger während eines Polizei- und Rettungseinsatzes gestorben ist. Die Bewohner, die durch den Hauseingang gehen, haben mitbekommen, dass da etwas passiert ist. Auch der Todesfall hat sich rumgesprochen. Woran der Mann genau gestorben ist, darüber können aber auch die Nachbarn bis zum Nachmittag nur spekulieren.Für mehr Klarheit sorgt erst das vorläufige Ergebnis der Obduktion, die von der Rostocker Staatsanwaltschaft im Nachgang an den Einsatz angeordnet wurde. Demnach starb der 30-Jährige an „einem akuten Herztod bei Vorschädigung des Herzens durch abgelaufenen Infarkt und höhergradige Verengung der Herzkranzschlagadern“, erklärt Oberstaatsanwalt Harald Nowack. Verschärft worden sei das Problem des Mannes noch durch dessen hochgradigen Erregungszustand.

Am Donnerstag hatte der Mann gegenüber seinen Eltern damit gedroht, sich selbst etwas anzutun. Deswegen wandte sich seine Mutter zunächst hilfesuchend an den Rettungsdienst. Doch vor Ort musste der Notarzt einige Polizisten als Verstärkung anfordern. Als die Beamten eintrafen, hatte sich der Mann im Schlafzimmer verschanzt, wo er randalierte und Möbelstücke aus dem Fenster warf. Es habe Gefahr für Leib und Leben bestanden, erklärt ein Polizeisprecher. Deswegen hätten sich die Einsatzkräfte nach mehreren erfolglosen Gesprächsversuchen Zutritt zum Schlafzimmer verschafft: „Dort versuchten sie die Situation zu beruhigen und den Mann unter Kontrolle zu bringen“, so der Sprecher. Dabei jedoch sei der Mann plötzlich zusammengebrochen.

„Es gab keine Anzeichen grober körperlicher Gewalt, die todesursächlich relevant gewesen sein könnte“, sagt Oberstaatsanwalt Nowack. Das sei der vorläufige Befund der Obduktion. Nun folgt noch eine toxikologische Untersuchung, erklärt Nowack. „Mit einem Ergebnis ist in einigen Wochen zu rechnen.“ Bis dahin dauern die Ermittlungen an.Torben Hinz

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