Die Höhle der Löwen 2018 : Man Upgrader: Was taugt die Hautcreme aus der Vox-Show?

Ralf Dümmel in der Vox-Show „Die Höhle der Löwen“.
Ralf Dümmel in der Vox-Show „Die Höhle der Löwen“.

„Die Höhle der Löwen“ endet mit der Hautcreme „Man Upgrader“ und mit Fleisch aus dem Norden.

svz.de von
19. November 2018, 12:31 Uhr

Berlin | Mit zarter Männerhaut und Galloway-Fleisch aus Schleswig-Holstein endet die fünfte Staffel der Gründer-Show „Die Höhle der Löwen“. Vox zeigt das Finale am Dienstag, 20. November, ab 20.15 Uhr. In der kommenden Woche läuft auf dem Sendeplatz dann das Weihnachtskonzert von „Sing meinen Song“. (Mehr zum Thema: Was Verbraucherschützer zur „Die Höhle der Löwen“ sagen)

Was taugt der „Man Upgrader“?

75.000 Euro möchte der Kölner Makeup-Artist Frank Hard für zehn Prozent an seiner Firma von den Löwen haben. Mit dem „Man Upgrader“ bietet er Kosmetik für den Mann an. Wir haben sie ausprobiert.

Frank Hards Pflege-Cremes lösen schon ein klebriges Gefühl aus, bevor man sie aufträgt – allein wegen ihrer Werbebotschaften. Der „Man Upgrader“ verspricht im Begleittext einen „Weichzeichner-Effekt“ für die Haut, und daran ist einfach alles schräg: der Gedanke, dass Weichzeichner überhaupt etwas Gutes sein sollen und nicht nur billige Manipulation. Die These, dass Menschen als Basis-Version auf die Welt kommen, die erst durch Zusatz-Features interessant werden. Und natürlich die Grundannahme, dass Männer sich erst dann für Körperpflege interessieren, wenn man sie ihnen in der Programmierer-Sprache nahelegt.

Trotz profunder Zweifel habe ich den Upgrader ausprobiert. Zur Nacht-Creme kann ich nur unvollkommen Auskunft geben. Laut Anleitung verbessern sie das Hautbild erst nach drei Wochen; und so lange habe ich nach den Schrecken der Tagescreme nicht durchgehalten. Die gibt es in zwei Farbtönen; ich habe vorsichtshalber den helleren verwendet und darf immerhin sagen: Der Effekt war augenblicklich sichtbar: Trotz behutsamen Auftrags hatte ich den kraftvoll leuchtenden Teint von Donald Trump. Es fehlt also nur noch eine Handcreme, mit der man jetzt auch noch die winzigen Hände des US-Präsidenten bekommt.

Die weiteren Produktideen aus dem Finale der „Höhle der Löwen“ stellt Vox in einer Pressemitteilung vor, die wir hier wiedergeben.

EinStückLand: Hinrich Carstensen ist auf dem Land aufgewachsen; seine Eltern züchten eigene Gallowayrinder. Die Tiere wachsen in der Herde auf, die Kälber werden nicht von den Müttern getrennt, und sie grasen 365 Tage im Jahr auf der Wiese. So gab es immer gutes Rindfleisch aus artgerechter Haltung zu essen. Das möchte er gemeinsam mit seiner Partnerin Lina-Louise Kaypke auch anderen Menschen bieten. Über ihre Website „Einstueckland.de” verkaufen sie Gallowayfleisch von Landwirten aus dem Norden Deutschlands und sie verfolgen dabei ein klares Ziel: Wenn ein Tier getötet wird, dann muss es auch komplett vermarktet werden. Die Kunden können zwischen zwei verschiedenen Fleischpaketen (etwa mit Hüftsteak oder Filet plus Hackfleisch, Gulasch, Braten, Salami, Bratwurst, Rumpsteak und Rouladen) wählen, und erst wenn das Tier vollständig verkauft ist, wird es geschlachtet. Dadurch soll die Verschwendung von Fleisch vermieden werden. Aktuell beziehen sie ihre Rinder nur aus Schleswig-Holstein und möchten ihr Konzept in Zukunft auch deutschlandweit etablieren. Sehen die „Löwen” in „EinStückLand” ein zukunftsträchtiges und erfolgreiches Geschäftsmodell? Für 200.000 Euro würden die Gründer zehn Prozent ihrer Firmenanteile abgeben.

SAFAYA: Mit „SAFAYA” präsentieren Tahnee Laternser und Julian Straube aus Düsseldorf den „Löwen” ein Tierabwehrspray im neuen Design. Klein, handlich und schön – in der Größe eines Lippenstifts geht das Mini-Tierabwehrspray in der Handtasche nicht verloren. Denn mit Hilfe eines Kicksystems kann es außen an der Handtasche oder am Schlüsselbund befestigt werden und ist so ohne langes Suchen parat. Die austauschbaren Hüllen gibt es in verschiedenen Designs, so dass sie dem individuellen Look angepasst werden können. Um ihr Produkt in den Handel zu bringen, benötigen die Gründer 100.000 Euro und bieten den „Löwen” dafür 20 Prozent ihrer Firmenanteile an.

REALTRUE: Aus einem der größten Speisefische Brasiliens, dem Pirarucu, macht Caroline Hirt unter dem Label „REALTRUE” nachhaltige, luxuriöse Mode-Accessoires. Der Clou: Die Fischhäute, die sonst weggeworfen und die Umwelt belasten würden, werden zu einem hochwertigen Leder verarbeitet. Die Gerberei in Rio de Janeiro kauft die Fischhäute direkt von den Fischern am Amazonas und gibt ihnen so ein Zusatzeinkommen. In Italien lässt die gelernte Grafikdesignerin dann die Accessoires wie Taschen oder Rucksäcke nach ihren Designs in einer Ledermanufaktur produzieren. Ob die „Löwen” an diesen speziellen Stücken Gefallen finden und bereit sind 150.000 Euro für 30 Prozent der Firmenanteile in eine High-End Luxusmarke zu investieren?

Tonefit: Mit „Tonefit” stellen Diana und Michael Faller den „Löwen” ein Fitnessgerät vor, das den gesamten Körper trainiert. Die Schweizer entwickelten einen Fitnessgürtel, der die gleichen Funktionsweisen wie ein Crosstrainer hat. Beim Walken oder Joggen trainiert der Laufgürtel gleichzeitig Bauch-, Brust-, Arm-, Schulter- und die gesamte Stützmuskulatur. Ausdauer, Rhythmus, Balance und Körperhaltung werden verbessert. In zwei Studien an einer Schweizer Universität konnte nachgewiesen werden, dass ein Training mit „Tonefit” bis zu 40 Prozent intensiver wird. Werden Diana und Michael Faller mit ihren Trainingsgürtel die Investoren überzeugen können und wird ein „Löwe” auf ihr Angebot von 200.000 Euro für 20 Prozent der Firmenanteile eingehen?

TROY: Benjamin Ohmer und Volker Junior haben eine Wärmflasche entwickelt, die schnell auf der Wohlfühltemperatur ist, länger warm hält und die Verbrennungsgefahr zu Beginn der Nutzung vermindert. Das integrierte Salzpad entzieht anfangs dem heißen Wasser die Energie und gibt sie später automatisch an das Pad zurück. Auch der Bezug trägt dazu bei, dass die Wärmflasche lange im optimalen Temperaturbereich bleibt. Die körperabgewandte Seite isoliert und die körperzugewandte Seite leitet die richtige Wärmemenge weiter. Außerdem haben die Gründer einen Sicherheitsverschluss hergestellt, der durch ein Schlüssel-Schloss-Prinzip verhindert, dass Kinder oder demente Menschen die Wärmflasche ungewollt öffnen. Dieser passt auf ca. 80 Prozent der verkauften Wärmflaschen in Deutschland und ist so als Nachrüstprodukt geeignet. Für beide Produkte wurden schon Patente erteilt, jetzt sind die Münchner auf der Suche nach einem Investor und Partner an ihrer Seite. Wird einer der „Löwen” die gewünschte Summe von 200.000 Euro für 15 Prozent der Firmenanteile in „TROY” investieren?

Ein Wiedersehen gibt es mit den Start-ups aus der Food-Family von Frank Thelen und „Fugentorpedo” aus München, die in der aktuellen Staffel von „Die Höhle der Löwen” einen Deal mit Ralf Dümmel gemacht haben.

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